Fachgebiet Not-Türöffnung

Immer häufiger werden Feuerwehren in Deutschland mit sogenannten Notfall-Türöffnungen konfrontiert.

In diesen Einsatzszenarien fordern andere Behörden oder Organisationen – wie Polizei oder öffentlicher Rettungsdienst – die Unterstützung der Feuerwehr an, um sich gewaltsam, aber möglichst schadensarm Zugang zu fremdem Eigentum zu verschaffen.
Oft steht dabei die Versorgung von erkrankten oder verletzten Personen im Vordergrund.

Anfang der 2000er Jahre stand im MTW zunächst eine einfache Werkzeugkiste mit einigen Dietrichen und Hilfsmitteln zur Verfügung.

Im Jahr 2005 wurde diese Ausstattung auf den Rüstwagen 1 (RW 1) verlagert und 2007 durch einen zusätzlichen Koffer („Zieh-Fix“) erweitert.

Da das Einsatzstichwort „Türöffnung“ bei der Feuerwehr Dettingen unter Teck zunehmend häufiger wird, steht seit November 2022 ein spezieller Türöffnungsrucksack auf dem RW 1 bereit.

So können Türen in der Regel schadensarm geöffnet werden und müssen nur im Ausnahmefall mit schwerem Brechwerkzeug gewaltsam aufgebrochen werden.

Aktuell besteht die Gruppe aus 12 Kameraden, die sich etwa 4–5 Mal im Jahr zu Sonderübungen treffen.

Dabei werden verschiedene Szenarien trainiert:

  • Übungstüren
  • unterschiedliche Fenstertypen
  • Fahrzeugtüren (PKW)

Ziel ist es, die Geräte im Einsatz schnell, sicher und routiniert bedienen zu können.

Zusätzlich haben alle Mitglieder bereits Seminare zu verschiedenen Tür- und Fensteröffnungstechniken absolviert.

Für die Ausbildung stehen der Alarmgruppe speziell angefertigte Modelle verschiedener Tür- und Fenstertypen zur Verfügung.

So ist sichergestellt, dass im Einsatzfall schnell Zugang zu verschlossenen Räumen geschaffen werden kann – egal ob:

  • über Fenster
  • Haustüren
  • oder Wohnungstüren