Technische Hilfe VU
Am 25. Juli 2026 nahm eine größere Gruppe unserer Einsatzabteilung an einem Lehrgang im Rescue-Training-Center in Neuhausen teil.
Im Mittelpunkt der Ausbildung stand die Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie verletzte oder eingeschlossene Personen nach einem Unfall sicher, schnell und möglichst schonend aus einem Fahrzeug befreit werden können.
Bevor hydraulisches Rettungsgerät wie Schere oder Spreizer eingesetzt wird, muss ein verunfalltes Fahrzeug zunächst gesichert und stabilisiert werden. Erst danach können weitere Maßnahmen vorbereitet werden, zum Beispiel das Öffnen von Türen, das Entfernen von Fahrzeugteilen oder das Schaffen einer größeren Rettungsöffnung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf modernen Fahrzeugen. Bereiche wie A-Säule, B-Säule, Schweller, Türen und Dachstruktur sind heute häufig verstärkt. Gleichzeitig können dort Airbags, Gasdruckdämpfer, elektrische Leitungen oder andere sicherheitsrelevante Bauteile verbaut sein. Für die Einsatzkräfte ist deshalb wichtig zu wissen, wo sicher gearbeitet werden kann und welche Bereiche besondere Vorsicht erfordern.
Auch alternative Antriebstechnologien waren Teil der Ausbildung. Bei Elektro- und Hybridfahrzeugen müssen unter anderem Hochvoltkomponenten erkannt und richtig eingeschätzt werden. Rettungskarten und QR-Code-Systeme am Fahrzeug können dabei wichtige Informationen liefern, etwa zur Lage von Batterien, Airbags, Verstärkungen oder Trennstellen.
Die Fortbildung zeigte eindrucksvoll, wie komplex die Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen geworden ist. Moderne Fahrzeuge schützen ihre Insassen immer besser – genau diese stabile Bauweise macht eine Rettung nach einem Unfall für die Feuerwehr jedoch auch anspruchsvoller.
Ein herzlicher Dank gilt dem Ausbilder André Weiss vom RTC für die praxisnahe Gestaltung des Lehrgangs, sowie an unseren Benjamin Krebs die gute Vorbereitung und Organisation.
Rescue-Training-Center – https://rescue-training-center.de/







