Was ist im Brandfall zu tun? Wie setze ich einen Notruf richtig ab? Was bedeuten Sirenensignale, Warnmeldungen oder ein längerer Stromausfall?
In unserer Feuerwehr Wissensdatenbank finden Sie kompakte Informationen und wichtige Verhaltenstipps zu verschiedenen Gefahren- und Notfallsituationen. Die Inhalte führen Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Maßnahmen und helfen dabei, Situationen besser einzuschätzen und im Ernstfall richtig zu handeln.
Die Informationen ersetzen keine Anweisungen der Leitstelle oder der Einsatzkräfte vor Ort. Bei einer akuten Gefahr bringen Sie sich und andere in Sicherheit und wählen Sie den Notruf 112.
Fehlt Ihnen ein wichtiges Feuerwehr- oder Sicherheitsthema in unserer Wissensdatenbank oder haben Sie einen Hinweis zu einem bestehenden Beitrag? Dann schreiben Sie uns gerne. Wir freuen uns über Anregungen und prüfen, welche Themen wir künftig ergänzen können.
Richtig handeln. Gefahren erkennen. Feuerwehr verstehen.
Wählen Sie ein Thema. Die Hinweise führen Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Maßnahmen.
Durchsuchen Sie alle Themen der Wissensdatenbank und finden Sie passende Hinweise schon beim Tippen.
Schnell orientieren und in akuten Situationen richtig handeln.
Warnungen verstehen und bei besonderen Lagen richtig reagieren.
Gefahren zu Hause erkennen und richtig einschätzen.
Sicheres Verhalten im Straßenverkehr und rund um Einsatzstellen.
Was ist passiert?
Eigenschutz und Unfallstelle sichern
- Warnblinkanlage einschalten und das eigene Fahrzeug möglichst sicher abstellen.
- Warnweste anziehen, bevor Sie den Verkehrsraum betreten.
- Unfallstelle mit Warndreieck absichern, ohne sich selbst zu gefährden.
- Auf Autobahnen und Schnellstraßen möglichst hinter der Schutzplanke bleiben und die Fahrbahn nicht unnötig betreten.
Überblick verschaffen
Prüfen Sie aus sicherer Position: Gibt es Verletzte, eingeklemmte Personen, Rauch, Feuer, auslaufende Stoffe oder andere besondere Gefahren?
112 rufen und Erste Hilfe leisten
Nennen Sie den genauen Unfallort, die Zahl der betroffenen Personen und erkennbare besondere Gefahren. Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.
- Beginnen Sie mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen, die Sie beherrschen.
- Bei Bewusstlosigkeit Atmung prüfen und entsprechend handeln.
- Starke Blutungen möglichst stillen und Betroffene betreuen.
- Verletzte nicht unnötig bewegen; bei unmittelbarer Gefahr hat die Rettung aus dem Gefahrenbereich Vorrang.
Rufen Sie 112 und beschreiben Sie den Unfallort und die erkennbare Gefahr so genau wie möglich.
Verkehr sichern und Unfall dokumentieren
- Bleiben Sie ruhig und sichern Sie die Unfallstelle.
- Bei geringfügigem Schaden Fahrzeuge, wenn möglich und zulässig, aus dem fließenden Verkehr bringen.
- Unfallstelle und Schäden fotografisch dokumentieren und Daten der Beteiligten austauschen.
- Bei Streit, unklarer Lage, erheblicher Verkehrsgefährdung oder wenn die Unfallstelle nicht sicher geräumt werden kann, Polizei verständigen.
Bleiben Sie ansprechbar und weisen Sie die Einsatzkräfte ein
- Setzen Sie Erste Hilfe fort und betreuen Sie Betroffene.
- Halten Sie Zufahrten frei und verändern Sie die Unfallstelle nur, wenn dies zur Gefahrenabwehr nötig ist.
- Weisen Sie Einsatzkräfte auf besondere Gefahren und die Zahl der Betroffenen hin.
- Folgen Sie den Anweisungen von Leitstelle und Einsatzkräften.
Was ist passiert?
Bringen Sie sich und andere in Sicherheit
- Verlassen Sie den Gefahrenbereich, wenn der Weg frei von Rauch ist.
- Warnen Sie andere Personen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
- Schließen Sie Türen hinter sich, aber schließen Sie sie nicht ab.
- Benutzen Sie im Brandfall keinen Aufzug.
- Gehen Sie niemals durch verrauchte Räume oder Treppenhäuser.
Rufen Sie die Feuerwehr unter 112
Beantworten Sie die Fragen der Leitstelle ruhig und warten Sie auf Rückfragen.
Rufen Sie 112
Sagen Sie deutlich, wo Sie sich befinden und dass Ihr Fluchtweg verraucht ist. Bleiben Sie am Telefon und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.
Bleiben Sie sichtbar und erreichbar
Machen Sie sich am Fenster oder Balkon bemerkbar. Öffnen Sie Türen zum verrauchten Bereich nicht. Warten Sie auf die Feuerwehr und folgen Sie deren Anweisungen.
Warten Sie auf die Feuerwehr
- Gehen Sie nicht zurück ins Gebäude.
- Halten Sie Zufahrten und Aufstellflächen frei.
- Weisen Sie die Einsatzkräfte ein und geben Sie wichtige Informationen weiter.
- Vermisste Personen sofort melden.
Unklarer Brandgeruch
Versuchen Sie nicht, sich in Gefahr zu bringen oder verrauchte Bereiche zu betreten. Ist die Ursache unklar, nimmt der Geruch zu oder sind Rauch bzw. eine Gefahr für Personen erkennbar, verlassen Sie den Bereich und rufen Sie 112.
Feuer bereits aus?
Auch nach einem scheinbar gelöschten Brand können Glutnester, giftiger Rauch oder eine Wiederentzündung gefährlich sein. Bei Unsicherheit, Rauchentwicklung, Verletzten oder einem Brand in Bauteilen beziehungsweise elektrischen Anlagen: 112 wählen und den Bereich verlassen.
Richtig Hilfe rufen
Die Leitstelle fragt Sie Schritt für Schritt
Sie müssen keinen perfekten Text aufsagen. Antworten Sie ruhig, so genau wie möglich, und bleiben Sie am Telefon. Besonders wichtig ist, dass der Notfallort eindeutig ist.
Wo ist der Notfall?
- Ort, Straße und Hausnummer nennen.
- Bei großen Gebäuden: Eingang, Stockwerk oder Gebäudeteil angeben.
- Im Freien: markante Punkte, Straßennamen, Wanderwege oder andere Orientierungspunkte nennen.
Beschreiben Sie kurz, was passiert ist
Zum Beispiel: „Es brennt in einer Küche“, „Eine Person ist bewusstlos“ oder „Nach einem Unfall ist jemand im Fahrzeug eingeschlossen“.
Nennen Sie Ihren Namen
Bleiben Sie ruhig und beantworten Sie die Fragen der Leitstelle. Je nach Notfall werden weitere Informationen abgefragt, etwa zu betroffenen oder verletzten Personen.
Warten Sie auf Rückfragen
- Legen Sie nicht von sich aus auf.
- Beantworten Sie Rückfragen so ruhig und genau wie möglich.
- Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.
- Halten Sie Ihr Telefon nach dem Notruf möglichst erreichbar.
Versehentlich gewählt? Nicht kommentarlos auflegen.
Bleiben Sie in der Leitung und sagen Sie, dass kein Notfall vorliegt. So kann die Leitstelle den Anruf korrekt einordnen und muss keinen möglichen Notfall hinter einem abgebrochenen Anruf vermuten.
Welche Situation liegt vor?
Funken vermeiden und Gebäude verlassen
- Keine Flammen entzünden und nicht rauchen.
- Keine Lichtschalter, Klingeln, Stecker oder andere elektrische Geräte betätigen.
- Wenn gefahrlos möglich: Türen und Fenster von Hand öffnen und lüften.
- Andere Personen warnen – möglichst durch Klopfen, nicht durch Klingeln.
- Gebäude verlassen und Abstand halten.
112 von draußen anrufen
Rufen Sie erst aus sicherer Entfernung die 112 an. Beschreiben Sie, wo der Gasgeruch wahrnehmbar ist, ob Personen betroffen sind und ob weitere Gefahren erkennbar sind.
Alle Personen sofort ins Freie bringen
Kohlenmonoxid ist unsichtbar, geruchlos und kann lebensgefährlich sein. Nehmen Sie einen CO-Alarm ernst.
- Warnen Sie andere Personen, ohne sich selbst unnötig zu gefährden.
- Verlassen Sie das Gebäude zügig.
- Nehmen Sie Haustiere nur mit, wenn dies ohne Verzögerung und ohne Eigengefährdung möglich ist.
- Rufen Sie die 112 erst von draußen an.
Bringen Sie sich ins Freie und helfen Sie anderen nur, soweit Sie sich dabei nicht selbst gefährden.
112 anrufen und draußen bleiben
Teilen Sie der Leitstelle mit, dass ein CO-Melder ausgelöst hat oder ein CO-Verdacht besteht. Nennen Sie Beschwerden und betroffene Personen.
- Gebäude nicht wieder betreten.
- Auf Einsatzkräfte warten und Hinweise geben.
- Bei Beschwerden medizinische Anweisungen der Leitstelle befolgen.
Gasgeruch und Kohlenmonoxid sind nicht dasselbe
Brenngas wird in der Regel odoriert, damit Leckagen durch einen auffälligen Geruch bemerkbar werden. Dabei besteht unter anderem Brand- und Explosionsgefahr.
Kohlenmonoxid (CO) ist dagegen farb-, geruch- und geschmacklos. Ein CO-Melder oder körperliche Beschwerden können deshalb wichtige Warnzeichen sein.
Was ist passiert?
Ist Strom im betroffenen Bereich möglich?
Wasser und elektrische Anlagen können eine lebensgefährliche Kombination sein. Betreten Sie einen überfluteten Keller nicht, solange eine elektrische Gefährdung nicht sicher ausgeschlossen ist.
Kann der Strom nur aus einem sicheren, trockenen Bereich abgeschaltet werden, darf das nur ohne Kontakt zum Wasser und ohne Eigengefährdung geschehen. Ist das nicht möglich oder besteht akute Gefahr, rufen Sie 112.
Steigt der Wasserstand weiter oder besteht unmittelbare Gefahr?
Bei Gefahr für Menschen, Stromgefahr, rasch steigendem Wasser oder einer nicht beherrschbaren Lage: 112 wählen. Beschreiben Sie Ursache, Wasserstand, betroffene Räume und besondere Gefahren.
Zufluss stoppen – aber nur ohne Eigengefährdung
- Wenn gefahrlos möglich: Wasserzufuhr an einem erreichbaren Absperrventil stoppen.
- Elektrische Gefährdung ausschließen, bevor Sie einen nassen oder überfluteten Bereich betreten.
- Wertgegenstände nur bergen, wenn dies ohne Risiko möglich ist.
- Bei einer beherrschbaren Lage Fachbetrieb, Hausverwaltung oder Eigentümer informieren.
Keller und tiefer liegende Räume meiden
- Halten Sie sich nicht in überfluteten Kellern oder Tiefgaragen auf.
- Schalten Sie gefährdete Stromkreise frühzeitig nur dann ab, wenn dies aus einem sicheren, trockenen Bereich möglich ist.
- Beachten Sie amtliche Warnungen und Absperrungen.
- Bringen Sie Kinder, ältere oder hilfsbedürftige Personen rechtzeitig in Sicherheit.
Schaden begrenzen und Ursache klären
Ist die Stromgefahr sicher ausgeschlossen und steigt das Wasser nicht weiter, kann die Lage vorsichtig beurteilt werden. Kleine Wassermengen lassen sich je nach Ursache oft mit geeigneten eigenen Mitteln beseitigen.
- Ursache klären: Rückstau, Starkregen, Rohrbruch oder defekte Anlage.
- Bei Rückstau oder Starkregen Wetter- und Warnlage weiter beobachten.
- Beschädigte Elektroanlagen vor Wiederinbetriebnahme fachlich prüfen lassen.
- Schäden für Versicherung oder Eigentümer dokumentieren.
Bleiben Sie in einem sicheren Bereich
- Betreten Sie den überfluteten Keller nicht erneut.
- Halten Sie Zufahrten und Zugänge frei.
- Informieren Sie Einsatzkräfte über Strom, Heizungsanlage, Öltanks oder andere besondere Gefahren.
- Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle und Einsatzkräfte.
Welche Gefahr liegt vor?
Schutz in einem sicheren Gebäude suchen
- Halten Sie sich möglichst nicht im Freien auf.
- Meiden Sie Gewässer, offene Flächen, Hügel, Masten, Metallzäune sowie einzelne Bäume und Baumgruppen.
- Schließen Sie Fenster und Türen.
- Beobachten Sie amtliche Warnungen und die weitere Wetterentwicklung.
Bleiben Sie geschützt und beobachten Sie die Lage
Warten Sie das Gewitter in einem sicheren Gebäude ab. Halten Sie Abstand zu offenen Fenstern und vermeiden Sie unnötige Wege ins Freie.
So schnell wie möglich sicheren Schutz suchen
- Suchen Sie ein festes Gebäude auf; ein geschlossenes Fahrzeug kann ebenfalls Schutz bieten.
- Meiden Sie einzelne Bäume, Waldränder, Baumgruppen, Aussichtspunkte, Masten und Gewässer.
- Unterbrechen Sie Baden, Bootfahren und andere Aktivitäten auf oder im Wasser sofort.
- Bei Sturm zusätzlich Abstand zu Bäumen, Gerüsten, Dächern und losem Material halten.
Drinnen bleiben und Gefahrenbereiche meiden
- Schließen Sie Fenster und Türen.
- Sichern Sie lose Gegenstände draußen nur, solange dies noch gefahrlos möglich ist.
- Meiden Sie Wälder, Parks, Baugerüste und Bereiche mit möglichen herabfallenden Gegenständen.
- Halten Sie Abstand zu beschädigten Bäumen, Dächern und Stromleitungen.
Abstand halten und Gefahr melden
Bei unmittelbarer Gefahr für Menschen, blockierten Rettungswegen, beschädigten Stromleitungen oder anderen akuten Gefahren: Abstand halten und 112 wählen.
Tiefe und überflutete Bereiche meiden
- Betreten Sie keine überfluteten Keller, Tiefgaragen oder Unterführungen.
- Fahren Sie nicht durch überflutete Straßenabschnitte.
- Verlassen Sie tiefer liegende Räume, wenn Wasser eindringt oder rasch steigt.
- Beachten Sie amtliche Warnungen, Straßensperrungen und Anweisungen der Behörden.
Bei Gefahr für Menschen, Stromgefahr oder einer nicht beherrschbaren Lage 112 wählen. Beschreiben Sie Ort, Wasserstand und erkennbare besondere Gefahren.
Warnungen verfolgen und vorbereitet bleiben
- Verfolgen Sie amtliche Wetter- und Warnmeldungen.
- Laden Sie Mobilgeräte und halten Sie wichtige Informationen erreichbar.
- Sichern Sie draußen nur noch Dinge, wenn dies gefahrlos möglich ist.
- Planen Sie Wege so, dass überflutungs- und sturmgefährdete Bereiche gemieden werden.
Was ist passiert?
Abstand halten und sofort 112 wählen
Bringen Sie sich aus dem Gefahrenbereich und bleiben Sie möglichst auf Wegen. Versuchen Sie nicht, sich durch Rauch, Feuer oder unbekanntes Gelände einer Brandstelle zu nähern.
Je genauer der Ort, desto besser
- Nennen Sie Ort, Waldgebiet, Straße, Weg oder einen markanten Geländepunkt.
- Nutzen Sie vorhandene Rettungspunkte und nennen Sie deren Kennzeichnung.
- Beschreiben Sie sichtbare Rauchentwicklung, Flammenhöhe und Ausbreitungsrichtung nur aus sicherer Entfernung.
- Nennen Sie besondere Gefahren, etwa Gebäude, Fahrzeuge, Stromleitungen oder Menschen im Gefahrenbereich.
Warten Sie in sicherem Abstand
- Gehen Sie nicht zur Brandstelle zurück.
- Halten Sie Zufahrten und Waldwege frei.
- Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle und Einsatzkräfte.
- Warnen Sie andere nur, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
Amtliche Warnungen beachten und frühzeitig handeln
Bei einer konkreten Gefahrenlage sind die Anweisungen von Feuerwehr, Polizei und Behörden maßgeblich. Verfolgen Sie Warnmeldungen und warten Sie nicht bis zur letzten Minute, wenn eine Evakuierung angeordnet wird.
- Halten Sie Fenster und Türen geschlossen, wenn Rauch in Ihre Richtung zieht oder dies angeordnet wird.
- Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab, wenn die Warnmeldung dies empfiehlt.
- Halten Sie Mobiltelefon, wichtige Dokumente und notwendige Medikamente griffbereit.
- Fahren Sie nicht eigenständig in Richtung des Brandes und blockieren Sie keine Einsatzwege.
Kleine Unachtsamkeiten können große Folgen haben
- Nicht im Wald rauchen und keine Zigarettenreste wegwerfen – auch nicht aus dem Fahrzeug.
- Kein offenes Feuer und kein Grillen im Wald oder in Waldnähe, außer an ausdrücklich ausgewiesenen Stellen und nach den örtlichen Regeln.
- Nur ausgewiesene Parkflächen nutzen. Nicht über trockenem, entzündlichem Untergrund parken.
- Zufahrten sowie land- und forstwirtschaftliche Wege freihalten.
- Auch bei kleinen Rauchentwicklungen frühzeitig 112 verständigen.
WBI und GLFI – was ist der Unterschied?
WBI steht für Waldbrandgefahrenindex. Er beschreibt das meteorologische Potenzial für Waldbrandgefahr.
GLFI steht für Graslandfeuerindex. Er beschreibt die Feuergefährdung auf offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit trockener Grasauflage.
Was haben Sie gehört oder erhalten?
1 Minute auf- und abschwellender Heulton
- Begeben Sie sich, sofern sinnvoll und gefahrlos möglich, in ein Gebäude.
- Schließen Sie Fenster und Türen, wenn die Warnmeldung dies empfiehlt.
- Informieren Sie sich über Warn-App NINA, warnung.bund.de, Radio oder andere amtliche Kanäle.
- Helfen Sie Kindern, älteren oder hilfebedürftigen Personen beim Informieren.
- Rufen Sie die 112 nur bei einem tatsächlichen Notfall an – nicht zur allgemeinen Auskunft.
Die Sirene weckt auf – die Warnmeldung erklärt die Gefahr
Sirenen können Aufmerksamkeit erzeugen, übermitteln aber keine Details zur Ursache. Prüfen Sie deshalb die konkrete amtliche Warnmeldung und halten Sie sich an die dort genannten Maßnahmen.
1 Minute gleichbleibender Dauerton
Die zuvor gemeldete akute Gefahr ist beendet oder die Warnlage wurde aufgehoben.
1 Minute Dauerton mit zweimaliger Unterbrechung
Dieses Signal dient der Alarmierung von Feuerwehrangehörigen. Es ist keine Warnung der Bevölkerung.
Zwei Mal unterbrochener Heulton, nach 30 Sekunden Wiederholung
- Ruhe bewahren und amtliche Warnmeldungen vollständig lesen oder anhören.
- Je nach Lage können Schutz in Gebäuden sowie das Schließen von Fenstern und Türen erforderlich sein.
- Lüftungs- oder Klimaanlagen nur dann abschalten, wenn die amtliche Warnmeldung dies empfiehlt.
- Die 112 nur bei einem tatsächlichen Notfall anrufen, nicht zur allgemeinen Auskunft.
Cell Broadcast oder Warn-App?
Warnungen können auf mehreren digitalen Wegen ankommen. Entscheidend ist immer der konkrete Warntext mit Gebiet, Gefahr und Verhaltensempfehlungen.
Cell Broadcast
Cell Broadcast sendet Warntexte an geeignete Mobilfunkgeräte, die in einer betroffenen Funkzelle eingebucht sind. Eine App-Anmeldung oder die Angabe persönlicher Daten ist dafür nicht erforderlich.
- Warntext vollständig lesen.
- Gebietsbezug und Handlungsempfehlungen beachten.
- Für Karten und weiterführende Informationen ergänzend amtliche Warnangebote nutzen.
Warn-App NINA
Die Warn-App NINA des Bundes informiert über Bevölkerungsschutzwarnungen. Je nach Meldung und Region werden außerdem Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen eingebunden.
- Relevante Orte und Gebiete abonnieren.
- Push-Benachrichtigungen und notwendige Geräteeinstellungen aktivieren.
- Warntext und Verhaltensempfehlungen vollständig lesen.
Signal nicht sicher erkannt?
Prüfen Sie amtliche Warnkanäle. Bei einer echten Bevölkerungswarnung werden Informationen möglichst über mehrere Wege verbreitet, zum Beispiel Sirenen, Warn-Apps, Cell Broadcast, Radio, Internet oder weitere lokale Kanäle.
Welche Situation liegt vor?
Liegt die Ursache vielleicht im eigenen Haushalt?
- Prüfen Sie, ob Nachbarhäuser oder die Straßenbeleuchtung ebenfalls betroffen sind.
- Kontrollieren Sie Sicherungen und Fehlerstrom-Schutzschalter nur, wenn dies gefahrlos möglich ist.
- Schalten Sie empfindliche Geräte aus oder trennen Sie sie vom Netz.
- Bei Brandgeruch, Funken oder einer sichtbaren Beschädigung: Abstand halten und keine Anlage berühren.
Bei Rauch, Feuer oder einer unmittelbaren Gefahr für Personen rufen Sie 112 und beschreiben Sie die Situation so genau wie möglich.
Keine akute Gefahr?
Dann ist in der Regel zunächst der zuständige Netzbetreiber, ein Elektrofachbetrieb, die Hausverwaltung oder der Eigentümer der richtige Ansprechpartner – je nach Ursache des Ausfalls.
Ruhe bewahren und Stromverbraucher sichern
- Schalten Sie Herdplatten, Backofen, Bügeleisen und andere Wärmegeräte aus.
- Trennen Sie empfindliche elektronische Geräte möglichst vom Netz.
- Lassen Sie eine Lampe eingeschaltet, damit Sie erkennen, wenn der Strom zurückkehrt.
- Nutzen Sie Taschenlampen statt offener Flammen.
- Halten Sie Kühl- und Gefrierschrank möglichst geschlossen.
Offizielle Informationen verfolgen
Bei größeren oder länger andauernden Ausfällen können Mobilfunk, Internet und andere Kommunikationswege eingeschränkt sein. Nutzen Sie mehrere Informationswege.
- Warn-App NINA und warnung.bund.de prüfen, solange Internet verfügbar ist.
- Radio mit Batterie- oder Kurbelbetrieb bereithalten.
- Mitteilungen der Gemeinde, des Landkreises oder anderer Behörden beachten.
- Telefon-Akku sparen und Powerbank gezielt einsetzen.
Mit Ausfällen weiterer Systeme rechnen
Bei einem längeren Stromausfall können nach und nach auch Heizung, Warmwasser, Beleuchtung, Kommunikation, Bezahlsysteme oder andere Versorgungsbereiche eingeschränkt sein.
- Verbrauchen Sie vorhandene Akkukapazität sparsam.
- Halten Sie warme Kleidung, Decken und sichere Lichtquellen bereit.
- Nutzen Sie vorhandene Trinkwasser- und Lebensmittelvorräte überlegt.
- Unterstützen Sie Nachbarn oder Angehörige, die Hilfe benötigen.
- Beachten Sie lokale Anlaufstellen und behördliche Informationen.
Droht eine akute gesundheitliche Gefahr oder fällt eine lebensnotwendige Versorgung aus, rufen Sie 112. Teilen Sie der Leitstelle mit, welches Gerät oder welche Versorgung betroffen ist und wie dringend die Situation ist.
Ein paar einfache Dinge helfen sehr
- Taschenlampen und Ersatzbatterien bereithalten.
- Powerbanks geladen halten.
- Batterie- oder Kurbelradio vorhalten.
- Wasser und haltbare Lebensmittel bevorraten.
- Wichtige Telefonnummern zusätzlich auf Papier aufbewahren.
- Mit Haushaltsmitgliedern besprechen, was bei einem längeren Ausfall zu tun ist.
Was ist passiert?
Reaktion und Atmung prüfen
- Achten Sie zuerst auf Ihre eigene Sicherheit und mögliche Gefahren.
- Sprechen Sie die Person laut an und berühren Sie sie vorsichtig an den Schultern.
- Reagiert die Person nicht, rufen Sie laut um Hilfe und prüfen Sie die Atmung.
Stabile Seitenlage und 112
- Bringen Sie die bewusstlose Person in die stabile Seitenlage.
- Rufen Sie die 112 oder lassen Sie jemanden den Notruf absetzen.
- Überprüfen Sie die Atmung regelmäßig bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
- Halten Sie die Person warm und bleiben Sie bei ihr.
112 rufen und sofort mit Wiederbelebung beginnen
- Legen Sie die Person flach auf den Rücken auf einen harten Untergrund.
- Setzen Sie den Handballen auf die Mitte des Brustkorbs und die zweite Hand darüber.
- Drücken Sie den Brustkorb mit gestreckten Armen kräftig und schnell: etwa 100 bis 120 Mal pro Minute und ungefähr 5 bis 6 cm tief.
- Wenn Sie Beatmung sicher beherrschen: 30 Druckmassagen und 2 Beatmungen im Wechsel.
- Andernfalls führen Sie die Herzdruckmassage ohne Unterbrechung fort.
Gerät einschalten und Sprachanweisungen folgen
- Unterbrechen Sie die Wiederbelebung nicht unnötig, während der AED geholt wird.
- Schalten Sie das Gerät ein und folgen Sie genau den Sprach- und Bildanweisungen.
- Kleben Sie die Elektroden wie auf dem Gerät dargestellt auf den freien Brustkorb.
- Niemand darf die Person berühren, wenn das Gerät zur Analyse oder Schockabgabe auffordert.
- Setzen Sie die Wiederbelebung danach sofort nach den Anweisungen fort.
Direkten Druck auf die Wunde ausüben und Hilfe rufen
- Achten Sie auf Eigenschutz und tragen Sie möglichst Einmalhandschuhe.
- Drücken Sie eine sterile Wundauflage oder ein sauberes Tuch fest auf die Wunde.
- Bei starker oder nicht kontrollierbarer Blutung: 112 rufen.
- Lassen Sie den Druck auf der Wunde bestehen und betreuen Sie die verletzte Person.
Ruhe bewahren, betreuen und Verschlechterung erkennen
- Bringen Sie sich und die betroffene Person nur dann aus einem Gefahrenbereich, wenn dies ohne zusätzliche Gefährdung möglich ist.
- Sprechen Sie ruhig mit der Person und lassen Sie sie nicht allein.
- Bei starken Beschwerden, Bewusstseinsstörungen, Atemnot, Brustschmerz oder deutlicher Verschlechterung: 112 rufen.
- Beobachten Sie Bewusstsein und Atmung regelmäßig bis professionelle Hilfe eintrifft.
Prüfen – Rufen – Helfen
- Eigenschutz beachten.
- Bewusstsein und Atmung prüfen.
- 112 rufen oder rufen lassen.
- Bei normaler Atmung: stabile Seitenlage und weiter beobachten.
- Bei fehlender normaler Atmung: sofort Wiederbelebung beginnen und AED einsetzen, sobald verfügbar.
- Bei starken Blutungen: direkten Druck auf die Wunde ausüben und Hilfe organisieren.
Wie benutze ich einen Feuerlöscher richtig?
Nur kleine Entstehungsbrände bekämpfen
Ein Feuerlöscher ist für kleine oder gerade entstehende Brände gedacht. Unternehmen Sie einen Löschversuch nur, wenn Sie sich dabei nicht selbst gefährden.
- Alarmieren Sie andere Personen und bringen Sie gefährdete Menschen in Sicherheit.
- Rufen Sie bei einem Brand frühzeitig die Feuerwehr über 112.
- Halten Sie sich einen sicheren Rückzugsweg frei.
- Bei starker Rauchentwicklung, rascher Brandausbreitung oder unsicherer Lage: Bereich verlassen und Türen schließen.
Nicht jeder Feuerlöscher ist für jeden Brand geeignet
Prüfen Sie vor dem Einsatz die auf dem Feuerlöscher angegebenen Brandklassen. Sie zeigen, für welche brennenden Stoffe das Gerät geeignet ist.
Feuerlöscher gezielt und mit sicherem Abstand einsetzen
- Lesen Sie die kurze Bedienungsanleitung auf dem Gerät und setzen Sie den Löscher in Betriebsbereitschaft.
- Beachten Sie im Freien die Windrichtung und gehen Sie möglichst mit dem Wind vor.
- Richten Sie das Löschmittel auf das brennende Material beziehungsweise die Glut, nicht nur auf die Flammen.
- Löschen Sie Flächenbrände von vorne und unten.
- Setzen Sie das Löschmittel gezielt ein und halten Sie ausreichend Abstand.
- Bei einem größeren Entstehungsbrand mehrere geeignete Feuerlöscher möglichst gleichzeitig einsetzen.
Auf Wiederentzündung achten und Feuerwehr informieren
- Beobachten Sie die Brandstelle aus sicherer Entfernung, da sich Feuer erneut entzünden kann.
- Ein benutzter Feuerlöscher darf nicht einfach zurückgehängt werden.
- Lassen Sie das Gerät nach Gebrauch fachgerecht prüfen und wieder einsatzbereit machen.
- Auch ein scheinbar gelöschter Brand kann versteckte Glutnester enthalten.
Wie verhalte ich mich richtig?
Schon bei Schrittgeschwindigkeit oder Stillstand
Die Rettungsgasse wird auf Autobahnen und auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung gebildet, sobald der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fährt oder zum Stillstand kommt.
Links nach links – rechts nach rechts
Die Rettungsgasse liegt zwischen dem linken und dem rechten Fahrstreifen.
- Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen fahren möglichst weit nach links.
- Fahrzeuge auf dem rechten Fahrstreifen fahren möglichst weit nach rechts.
- Die Gasse durchgehend offen halten und nicht wieder schließen.
Die Gasse liegt immer links
Die Rettungsgasse wird zwischen dem äußersten linken Fahrstreifen und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen gebildet.
- Nur Fahrzeuge ganz links fahren möglichst weit nach links.
- Alle übrigen Fahrstreifen weichen möglichst weit nach rechts aus.
- Die Rettungsgasse offen halten, auch nachdem das erste Einsatzfahrzeug vorbeigefahren ist.
Ruhig bleiben und freie Bahn schaffen
- Nicht abrupt bremsen oder unkontrolliert die Spur wechseln.
- Rettungsgasse offen halten und ausreichend Abstand zum Vordermann lassen.
- Einsatzfahrzeugen nicht folgen und die Rettungsgasse nicht selbst benutzen.
- Mit weiteren Einsatzfahrzeugen rechnen.
Was ist passiert?
Wärmezufuhr stoppen – nur wenn es gefahrlos möglich ist
- Schalten Sie Herdplatte, Kochfeld oder Fritteuse aus, sofern Sie den Schalter sicher erreichen.
- Bewegen oder tragen Sie einen brennenden Topf oder eine brennende Pfanne nicht durch den Raum.
- Halten Sie Abstand und achten Sie darauf, dass Ihr Fluchtweg frei bleibt.
Kleinen, begrenzten Brand ersticken
Ist der Brand noch auf Topf oder Pfanne begrenzt und können Sie sich ohne Eigengefährdung nähern, decken Sie das Gefäß mit einem passenden Deckel ab.
- Deckel vorsichtig auflegen und Abstand zu den Flammen halten.
- Den Deckel auf dem Gefäß lassen, bis alles vollständig abgekühlt ist.
- Den Topf oder die Pfanne nicht tragen oder nach draußen bringen.
- Warnen Sie andere Personen.
- Schließen Sie Türen hinter sich, ohne sie abzuschließen.
- Benutzen Sie keinen Aufzug.
- Rufen Sie die Feuerwehr von einem sicheren Ort unter 112.
Abgedeckt lassen und weiter beobachten
Entfernen Sie den Deckel nicht vorschnell. Durch erneute Sauerstoffzufuhr kann sich das Fett wieder entzünden.
- Wärmequelle ausgeschaltet lassen.
- Gefäß vollständig abkühlen lassen.
- Bei Rauchentwicklung, erneuter Entzündung oder Unsicherheit Abstand halten und 112 wählen.
Wärmezufuhr sofort beenden
- Schalten Sie die Wärmequelle aus.
- Lassen Sie das Gefäß stehen und das Fett abkühlen.
- Geben Sie kein Wasser in stark erhitztes Öl oder Fett.
- Bleiben Sie in der Nähe und beobachten Sie die Situation aus sicherem Abstand.
Heißes Öl und Fett nie unbeaufsichtigt lassen
- Erhitztes Öl und Fett immer beobachten.
- Kochstelle ausschalten, wenn Sie die Küche verlassen.
- Einen passenden Deckel griffbereit halten.
- Kinder und Haustiere vom heißen Kochbereich fernhalten.
- Nur geeignete Löschmittel verwenden; für Speiseöl- und Speisefettbrände ist Brandklasse F vorgesehen.
Warten Sie in einem sicheren Bereich
- Gehen Sie nicht zurück in einen verrauchten oder brennenden Bereich.
- Halten Sie Zufahrten und Zugänge frei.
- Weisen Sie die Einsatzkräfte ein und schildern Sie, wo der Brand begonnen hat.
Welche Situation liegt vor?
- Berühren oder tragen Sie einen rauchenden oder stark erhitzten Akku nicht.
- Trennen Sie das Ladegerät nur dann vom Strom, wenn dies ohne Annäherung an den gefährlichen Akku sicher möglich ist.
- Warnen Sie andere Personen und verlassen Sie den Bereich.
- Schließen Sie Türen hinter sich, sofern dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
- Rufen Sie die Feuerwehr von einem sicheren Ort unter 112.
- Verlassen Sie den Gefahrenbereich sofort.
- Warnen Sie andere Personen.
- Schließen Sie Türen hinter sich, sofern dies gefahrlos möglich ist.
- Unternehmen Sie keine Löschversuche, wenn dadurch eine Eigengefährdung entsteht.
- Rufen Sie die Feuerwehr unter 112.
Nicht weiter benutzen oder laden
Ein heruntergefallener, verformter, aufgeblähter oder ungewöhnlich heiß gewordener Akku kann ein erhöhtes Brandrisiko darstellen.
- Laden und benutzen Sie den Akku nicht weiter.
- Öffnen, zerlegen oder verändern Sie den Akku nicht.
- Halten Sie ihn von Wärmequellen und brennbaren Materialien fern.
- Lassen Sie sich zur sicheren Rückgabe oder Entsorgung vom Fachhandel oder einer geeigneten Sammelstelle beraten.
Einige einfache Regeln senken das Risiko
- Verwenden Sie nur vom Hersteller zugelassene Ladegeräte.
- Laden Sie Akkus auf einem nicht brennbaren Untergrund und nicht in unmittelbarer Nähe leicht brennbarer Materialien.
- Decken Sie Akku und Ladegerät beim Laden nicht ab; Wärme muss abgeführt werden können.
- Schützen Sie Akkus vor Stößen, Beschädigung, Feuchtigkeit und starker Hitze.
- Laden Sie beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiße Akkus nicht weiter.
- Entsorgen Sie Akkus niemals im Hausmüll.
Warten Sie in sicherem Abstand
- Gehen Sie nicht zurück in einen verrauchten oder brennenden Bereich.
- Halten Sie Zufahrten und Zugänge für die Einsatzkräfte frei.
- Teilen Sie der Feuerwehr mit, um welchen Akku oder welches Gerät es sich handelt und wo es sich befindet.
- Rechnen Sie damit, dass ein beschädigter Akku auch nach einer ersten Beruhigung erneut reagieren kann.
Welche Situation liegt vor?
- Schließen Sie die Wohnungstür und halten Sie sie geschlossen.
- Rufen Sie 112 und nennen Sie Ihre genaue Adresse, das Stockwerk und die Wohnung.
- Teilen Sie mit, wie viele Personen sich bei Ihnen befinden.
- Machen Sie sich an einem Fenster oder auf einem Balkon bemerkbar.
- Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle und der Feuerwehr.
Bleiben Sie in einem rauchfreien Bereich
- Öffnen Sie die Wohnungstür zum verrauchten Treppenhaus nicht erneut.
- Gehen Sie in einen möglichst rauchfreien Raum mit Fenster oder Balkon.
- Halten Sie das Telefon erreichbar.
- Machen Sie sich für die Einsatzkräfte sichtbar und bemerkbar.
- Versuchen Sie keine riskante Selbstrettung über Dächer, Fassaden oder Sprünge aus Fenstern.
- Betreten Sie kein verrauchtes Treppenhaus und kehren Sie nicht in verrauchte Bereiche zurück.
- Warnen Sie andere Personen nur, wenn dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
- Verlassen Sie das Gebäude über einen sicheren, rauchfreien Weg.
- Rufen Sie 112 und beschreiben Sie, wo Rauch sichtbar ist.
Unklarer Rauchgeruch
Öffnen Sie nicht vorschnell eine Tür in einen möglicherweise verrauchten Bereich. Prüfen Sie die Situation nur aus sicherer Entfernung und ohne Eigengefährdung.
- Nimmt der Geruch zu, ist Rauch sichtbar oder hören Sie Rauchmelder: Bringen Sie sich in Sicherheit.
- Ist der Treppenraum verraucht, bleiben Sie in der Wohnung und schließen Sie die Tür.
- Bei unklarer Ursache oder möglicher Gefahr für Menschen rufen Sie 112.
Warten Sie in sicherer Entfernung
- Halten Sie Eingänge, Zufahrten und Aufstellflächen frei.
- Weisen Sie die Einsatzkräfte auf betroffene Wohnungen oder vermisste Personen hin.
- Gehen Sie nicht zurück in das Gebäude, bevor die Feuerwehr es freigibt.
Welche Situation liegt vor?
Abstand, Standfestigkeit und Aufsicht
- Stellen Sie Kerzen immer standsicher und in eine nicht brennbare Halterung.
- Halten Sie Abstand zu Vorhängen, Papier, Dekoration und anderen brennbaren Gegenständen.
- Lassen Sie brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt.
- Lassen Sie Kinder und Haustiere nicht allein mit offenem Feuer.
- Löschen Sie Kerzen rechtzeitig, bevor sie ganz heruntergebrannt sind.
Nur dort entzünden, wo es erlaubt und sicher ist
- Beachten Sie örtliche Verbote, Waldbrandgefahr und aktuelle Warnungen.
- Halten Sie ausreichend Abstand zu Vegetation, Gebäuden und brennbaren Materialien.
- Lassen Sie das Feuer niemals unbeaufsichtigt.
- Halten Sie geeignete Löschmittel bereit.
- Löschen Sie Glut vollständig und kontrollieren Sie die Feuerstelle anschließend.
Prüfen Sie die Umgebung vorsichtig
War eine Kerze oder andere offene Flamme unbeaufsichtigt, kontrollieren Sie den Bereich auf Rauch, Brandgeruch, Verfärbungen oder Glut. Bringen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr.
- Ist Rauch sichtbar oder die Ursache unklar: Bereich verlassen und 112 rufen.
- Öffnen Sie keine Türen zu deutlich verrauchten Bereichen.
- Verwenden Sie kein elektrisches Gerät weiter, wenn es überhitzt oder beschädigt wirkt.
- Rufen Sie 112 von einem sicheren Ort aus.
- Unternehmen Sie Löschversuche nur bei einem kleinen Entstehungsbrand und nur ohne Eigengefährdung.
- Gehen Sie niemals durch verrauchte Bereiche.
- Warten Sie in sicherer Entfernung auf die Feuerwehr und weisen Sie die Einsatzkräfte ein.
Was ist passiert?
Gibt es Rauch, Brandgeruch oder andere Anzeichen eines Feuers?
Behandeln Sie einen lauten Rauchmelderalarm zunächst wie eine mögliche echte Gefahr. Prüfen Sie nur soweit, wie dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
- Ist der Fluchtweg frei, verlassen Sie die Wohnung oder das Gebäude.
- Schließen Sie Türen hinter sich, aber schließen Sie diese nicht ab.
- Benutzen Sie keinen Aufzug.
- Rufen Sie die Feuerwehr unter 112 von einem sicheren Ort aus.
- Teilen Sie der Leitstelle Ihre genaue Adresse, Etage und Wohnung mit.
- Sagen Sie deutlich, dass der Fluchtweg verraucht ist.
- Machen Sie sich an einem Fenster oder Balkon bemerkbar.
- Öffnen Sie keine Tür zu einem verrauchten Bereich.
Prüfen Sie die Situation ruhig und vorsichtig
Ist sicher kein Rauch, Feuer oder Brandgeruch vorhanden, kann ein Täuschungsalarm vorliegen. Häufige Ursachen können zum Beispiel Dampf, Staub oder Verschmutzungen sein.
- Lüften Sie den Raum, wenn dies sicher möglich ist.
- Beachten Sie die Herstellerhinweise zum Stummschalten und Reinigen.
- Prüfen Sie den Melder anschließend mit der Testtaste.
Ein gelegentliches kurzes Piepen kann auf Wartungsbedarf hinweisen
Viele Rauchmelder unterscheiden zwischen dem lauten Alarmton und kurzen, regelmäßig wiederkehrenden Warntönen. Solche Warntöne können zum Beispiel auf eine schwache Batterie oder eine Störung hinweisen.
- Prüfen Sie die Bedienungsanleitung des jeweiligen Modells.
- Tauschen Sie Batterie oder Melder entsprechend den Herstellerangaben aus.
- Führen Sie anschließend einen Funktionstest mit der Testtaste durch.
- Entfernen oder deaktivieren Sie einen Rauchmelder nicht dauerhaft.
Fehlalarm erst annehmen, wenn eine echte Gefahr sicher ausgeschlossen ist
Prüfen Sie vorsichtig auf Rauch, Brandgeruch und Wärmeentwicklung. Ist eine echte Brandgefahr sicher ausgeschlossen, kann der Raum gelüftet und der Melder nach Herstellerangaben geprüft werden.
- Reinigen Sie den Melder nur nach Herstellerangaben.
- Prüfen Sie anschließend die Funktion mit der Testtaste.
- Wiederholte Fehlalarme sollten durch Wartung, Austausch oder eine fachgerechte Überprüfung geklärt werden.
Nur ein funktionierender Rauchmelder kann frühzeitig warnen
- Montieren und betreiben Sie Rauchmelder entsprechend Herstellerangaben und den geltenden Vorgaben.
- Testen Sie die Funktion regelmäßig über die vorgesehene Testtaste.
- Halten Sie die Raucheintrittsöffnungen frei von Staub und Verschmutzung.
- Überstreichen, bekleben oder verdecken Sie Rauchmelder nicht.
- Ersetzen Sie defekte oder nicht mehr zuverlässig funktionierende Geräte.
Was ist passiert?
Raus aus der Hitze und ruhig betreuen
- Bringen Sie die betroffene Person in den Schatten oder in einen kühleren Raum.
- Lockern Sie beengende Kleidung und vermeiden Sie weitere körperliche Anstrengung.
- Kühlen Sie vorsichtig mit feuchten Tüchern oder Luftzufuhr.
- Nur wenn die Person voll ansprechbar ist und sicher schlucken kann: kühle, nicht eiskalte Getränke anbieten.
- Rufen Sie sofort 112.
- Bringen Sie die Person, soweit gefahrlos möglich, aus der direkten Hitze.
- Kontrollieren Sie Bewusstsein und Atmung fortlaufend.
- Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung: stabile Seitenlage.
- Bei fehlender normaler Atmung: sofort Wiederbelebung beginnen.
- Kühlen Sie vorsichtig mit feuchten Tüchern, besonders an Kopf und Nacken. Kein Eis direkt auf den Körper.
Direkte Sonne beenden und Kopf sowie Nacken kühlen
Typische Hinweise können Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Nackenbeschwerden nach längerer Sonneneinstrahlung sein.
- Bringen Sie die betroffene Person aus der Sonne an einen kühlen Ort.
- Lagern Sie den Oberkörper beziehungsweise Kopf erhöht.
- Kühlen Sie Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern.
- Kontrollieren Sie Bewusstsein und Atmung regelmäßig.
- Bei Bewusstseinsstörung, deutlicher Verschlechterung oder Unsicherheit: 112.
Weiter beobachten und Belastung vermeiden
Auch nach einer Besserung sollte die betroffene Person zunächst an einem kühlen Ort bleiben, sich schonen und weiter beobachtet werden.
- Weiter ausreichend trinken, sofern die Person voll ansprechbar ist und sicher schlucken kann.
- Weitere Sonne und körperliche Belastung vermeiden.
- Bei erneutem Schwindel, Kollaps, Verwirrtheit oder deutlicher Verschlechterung 112 wählen.
Hitze möglichst frühzeitig abfangen
- Trinken Sie regelmäßig und ausreichend, bevor starker Durst entsteht.
- Meiden Sie nach Möglichkeit direkte Mittagshitze und starke körperliche Anstrengung.
- Tragen Sie leichte Kleidung und schützen Sie Kopf und Nacken vor direkter Sonne.
- Kühlen und verschatten Sie Wohnräume frühzeitig und lüften Sie bevorzugt in kühleren Tageszeiten.
- Achten Sie besonders auf ältere Menschen, Kinder und hilfsbedürftige Personen.
- Alkohol und größere Mengen Koffein können den Kreislauf zusätzlich belasten.
Wie verhalte ich mich richtig?
Absperrungen und Anweisungen beachten
- Halten Sie ausreichend Abstand und betreten Sie abgesperrte Bereiche nicht.
- Bleiben Sie nicht auf Straßen, Gehwegen oder Zufahrten stehen, die von Einsatzkräften benötigt werden.
- Folgen Sie den Anweisungen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.
- Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr, um besser sehen zu können.
Platz für nachrückende Kräfte schaffen
- Blockieren Sie keine Feuerwehrzufahrten, Hydranten oder Aufstellflächen.
- Rechnen Sie jederzeit mit weiteren Einsatzfahrzeugen.
- Folgen Sie Einsatzfahrzeugen nicht in abgesperrte Bereiche.
- Wenden oder parken Sie nicht dort, wo Einsatzfahrzeuge rangieren müssen.
Respekt und Rücksicht stehen an erster Stelle
- Behindern Sie Einsatzkräfte niemals für ein Foto oder Video.
- Halten Sie Abstand und betreten Sie keine abgesperrten Bereiche.
- Filmen oder fotografieren Sie keine verletzten, hilflosen oder verstorbenen Personen.
- Veröffentlichen Sie keine Aufnahmen, die Betroffene bloßstellen oder ihre Privatsphäre verletzen.
Nicht über oder in unmittelbarer Nähe von Einsatzstellen fliegen
Private Drohnen können Einsatzkräfte behindern und den sicheren Betrieb behördlicher oder von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben eingesetzter Drohnen stören.
- Starten Sie keine private Drohne, um eine Einsatzstelle zu beobachten oder zu filmen.
- Halten Sie weiträumig Abstand und beachten Sie örtliche Sperrungen sowie luftrechtliche Vorgaben.
- Bei bereits laufendem Flug: verlassen Sie den Bereich und landen Sie sicher.
Kommt die Feuerwehr hier noch durch?
Reicht die Fahrbahn auch für ein großes Einsatzfahrzeug?
Feuerwehrfahrzeuge sind breiter, länger und benötigen besonders in engen Straßen mehr Platz als ein Pkw.
- Parken Sie nicht an engen oder unübersichtlichen Straßenstellen.
- Prüfen Sie vor dem Verlassen des Fahrzeugs, ob eine ausreichend breite und geradlinige Durchfahrt verbleibt.
- Denken Sie auch an Außenspiegel, geöffnete Fahrzeugtüren und überstehende Anhänger.
- Im Zweifel: einen anderen Parkplatz wählen.
Engstellen nicht künstlich verschärfen
Stehen auf der gegenüberliegenden Seite bereits Fahrzeuge, kann ein zusätzlicher Parkplatz die Durchfahrt entscheidend verengen.
- Parken Sie versetzt, wenn sonst keine ausreichende Durchfahrt bleibt.
- Vermeiden Sie lange schmale Korridore ohne Ausweich- oder Rangiermöglichkeit.
- Blockieren Sie keine Grundstückszufahrten, Hydranten oder gekennzeichneten Feuerwehrflächen.
- Berücksichtigen Sie, dass Einsatzfahrzeuge auch mit Anhängern oder in mehreren Fahrzeugen nacheinander anfahren können.
Große Fahrzeuge brauchen Platz zum Ausschwenken
- Parken Sie nicht im Bereich scharfer Kurven.
- Halten Sie Kreuzungs- und Einmündungsbereiche frei.
- Stellen Sie Ihr Fahrzeug nicht so ab, dass große Einsatzfahrzeuge beim Abbiegen blockiert werden.
- Achten Sie auch auf gegenüberliegende Fahrzeuge, die den benötigten Schwenkbereich zusätzlich einschränken können.
Vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen sind jeweils 5 Meter von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten freizuhalten. Ist in Fahrtrichtung rechts neben der Fahrbahn ein baulich angelegter Radweg vorhanden, gilt vor Kreuzungen und Einmündungen ein Abstand von 8 Metern.
Zusätzlich sollte neben einem abgestellten Fahrzeug eine Restfahrbahnbreite von mindestens 3,05 Metern frei bleiben. Wird diese unterschritten, kann die Straße als zu eng zum Halten oder Parken gelten – und Einsatzfahrzeuge können behindert werden.
Vor und in gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten nicht halten
Amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrten müssen jederzeit frei bleiben. Sie werden im Einsatz für Zufahrt, Aufstellung und Rettungsmaßnahmen benötigt.
- Nicht „nur kurz“ halten.
- Zufahrten, Tore und Bewegungsflächen vollständig frei lassen.
- Keine Anhänger, Mülltonnen oder andere Hindernisse dort abstellen.
- Auch angrenzende Rangier- und Schwenkbereiche berücksichtigen.
Ruhig reagieren und sofort freie Bahn schaffen
Kommt ein Einsatzfahrzeug mit blauem Blinklicht und Einsatzhorn, müssen Verkehrsteilnehmer sofort freie Bahn schaffen.
- Bleiben Sie ruhig und beobachten Sie, aus welcher Richtung das Einsatzfahrzeug kommt.
- Weichen Sie kontrolliert aus, sobald dies gefahrlos möglich ist.
- Vermeiden Sie hektische oder unvorhersehbare Fahrmanöver.
- Folgen Sie gegebenenfalls den Zeichen oder Anweisungen der Einsatzkräfte.
- Fahren Sie dem Einsatzfahrzeug nicht direkt hinterher.
Was ist passiert?
Nie trotz Rotlicht, Signal oder geschlossener Schranke fahren
Nähern Sie sich Bahnübergängen mit mäßiger Geschwindigkeit und beachten Sie die Signale. Sobald Rotlicht, rote oder gelbe Lichtzeichen, Blinklicht oder eine sich senkende beziehungsweise geschlossene Schranke den Übergang sperren, müssen Sie warten.
- Fahren oder gehen Sie nicht um geschlossene Schranken herum.
- Warten Sie hinter dem Andreaskreuz beziehungsweise an der vorgesehenen Haltelinie.
- Rechnen Sie auch nach einem durchgefahrenen Zug mit einem weiteren Zug aus der Gegenrichtung.
- Fahren Sie erst weiter, wenn die Signale dies wieder zulassen und der Gleisbereich vollständig frei ist.
Menschenleben gehen vor Sachschaden
- Verlassen Sie den Gleisbereich sofort und nehmen Sie andere Personen mit.
- Versuchen Sie keine langwierige Bergung oder Reparatur auf den Gleisen.
- Rufen Sie 112 und nennen Sie den genauen Bahnübergang, Ort, Straße oder andere eindeutige Orientierungspunkte.
- Warnen Sie andere Personen davor, den Gleisbereich zu betreten.
Gleisbereich nicht betreten
Ein Hindernis oder Unfall im Gleisbereich kann unmittelbar gefährlich sein. Züge haben einen langen Bremsweg und können nicht ausweichen.
- Bleiben Sie außerhalb des Gleisbereichs.
- Bringen Sie sich und andere in sichere Entfernung.
- Rufen Sie sofort 112.
- Nennen Sie den möglichst genauen Ort: Bahnübergang, Straße, Ortsteil, markante Punkte oder sichtbare Beschilderung.
- Folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle und Einsatzkräfte.
Nur einfahren, wenn Sie den Übergang vollständig räumen können
Fahren Sie nicht auf den Bahnübergang, wenn sich der Verkehr dahinter staut und Sie die Gleise möglicherweise nicht vollständig verlassen können.
- Warten Sie vor dem Gleisbereich, bis hinter dem Bahnübergang genügend Platz ist.
- Halten Sie den Übergang vollständig frei.
- Drängeln Sie nicht nach und überholen Sie nicht im Bereich des Bahnübergangs.
- Rechnen Sie jederzeit mit einer Sperrung durch Lichtzeichen oder Schranken.
Wasser muss im Einsatz schnell erreichbar sein
Hinweisschild und Deckel weisen den Weg
Unterflurhydranten liegen unter dem Straßenniveau und sind meist durch einen Deckel in Straße oder Gehweg zugänglich. Ein rot umrandetes Hinweisschild zeigt der Feuerwehr die Lage des Hydranten.
- Steht die seitliche Entfernungszahl links vom senkrechten Balken, liegt der Hydrant links vom Schild; steht sie rechts, liegt er rechts.
- Die untere Zahl gibt die Entfernung vom Schild nach vorne zum Hydranten an.
- So kann ein Unterflurhydrant auch bei Dunkelheit oder teilweise verdeckter Fahrbahn schneller gefunden werden.
Hydranten und ihre Zugänge müssen erreichbar bleiben
Parken Sie nicht auf einem Unterflurhydranten und stellen Sie den Zugang nicht durch Fahrzeuge, Anhänger oder Material zu. Im Brandfall kann bereits eine kurze Verzögerung bei der Löschwasserentnahme wertvolle Zeit kosten.
Wo Gehwegparken durch Zeichen 315 oder eine Parkflächenmarkierung erlaubt ist, verbietet § 12 StVO das Parken über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen.
Schnee, Eis und Laub können Hydranten unauffindbar machen
Unterflurhydranten sollten auch bei Schnee, Eis und starkem Laubfall sichtbar und zugänglich bleiben. Besonders wichtig ist der Bereich zwischen Hinweisschild und Hydrant.
- Schieben Sie Schnee nicht auf Hydrantendeckel oder vor Hinweisschilder.
- Halten Sie den Zugang soweit möglich frei.
- Entfernen Sie Laub oder leichten Schnee nur, wenn dies gefahrlos möglich ist.
- Beschädigte oder nicht zugängliche Hydranten nicht selbst öffnen oder reparieren.
Schild und Zugang sichtbar halten
Hydrantenschilder dürfen nicht durch Hecken, Plakate, Aufkleber oder abgestellte Gegenstände verdeckt werden. Der Zugang zum Hydranten sollte ebenfalls frei bleiben.
- Eigene Hecken und Bepflanzungen regelmäßig zurückschneiden.
- Keine Gegenstände dauerhaft vor dem Schild oder über dem Hydranten lagern.
- Fehlende oder beschädigte Schilder sowie offensichtlich defekte Hydranten der zuständigen Gemeinde oder dem Wasserversorger melden.
- Hydranten nicht eigenmächtig öffnen oder bedienen.
Wie verhalte ich mich richtig?
Ruhe bewahren und Folgeunfälle verhindern
- Schalten Sie die Warnblinkanlage ein.
- Ziehen Sie eine Warnweste an, bevor Sie das Fahrzeug verlassen.
- Sichern Sie die Unfallstelle mit dem Warndreieck, soweit dies gefahrlos möglich ist.
- Bringen Sie sich und Mitfahrende an einen sicheren Ort.
- Verständigen Sie die Polizei über 110; bei verletzten Personen oder akuter Gefahr wählen Sie 112.
Abstand halten und nicht ungeschützt anfassen
Verletzte Wildtiere können unberechenbar reagieren und sich mit Zähnen, Geweih oder Hufen verteidigen.
- Halten Sie Abstand und nähern Sie sich einem verletzten Tier nicht.
- Versuchen Sie nicht, das Tier einzufangen, zu beruhigen oder selbst zu versorgen.
- Bringen Sie sich nicht in den fließenden Verkehr, um ein Tier zu bewegen.
- Informieren Sie die Polizei und beschreiben Sie den genauen Standort.
- Nehmen Sie das Tier niemals mit.
Nicht hinterherlaufen oder nachsuchen
Ein verletztes Tier kann sich noch weit von der Unfallstelle entfernen. Die Nachsuche gehört in die Hände der zuständigen Jagdausübungsberechtigten.
- Merken oder markieren Sie sich die Unfallstelle möglichst genau.
- Prägen Sie sich die Fluchtrichtung des Tieres ein.
- Gehen Sie dem Tier nicht in Wald, Feld oder Böschung hinterher.
- Informieren Sie die Polizei und geben Sie Standort und Fluchtrichtung an.
- Warten Sie an einem sicheren Ort auf weitere Anweisungen.
112 rufen und Erste Hilfe leisten
Sind Menschen verletzt oder besteht durch die Unfallstelle eine akute Gefahr, alarmieren Sie sofort die Rettungskräfte.
- Sichern Sie die Unfallstelle soweit möglich und ohne Eigengefährdung.
- Leisten Sie Erste Hilfe.
- Nennen Sie den genauen Standort und die Fahrtrichtung.
- Beschreiben Sie, wie viele Personen betroffen sind und welche Gefahren bestehen.
- Bleiben Sie für Rückfragen erreichbar und weisen Sie die Einsatzkräfte ein.
Wie erreiche ich im Ausland schnell Hilfe?
112 ist die gemeinsame europäische Notrufnummer
In allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union erreichen Sie über die 112 die zuständigen Notfalldienste. Der Anruf ist kostenlos.
- Nennen Sie zuerst den genauen Notfallort.
- Beschreiben Sie kurz, was passiert ist.
- Nennen Sie die Zahl der Verletzten und erkennbare Gefahren.
- Bleiben Sie am Telefon und warten Sie auf Rückfragen.
Notrufnummern unterscheiden sich je nach Land
Außerhalb der Europäischen Union gibt es keine weltweit einheitliche Notrufnummer. Informieren Sie sich möglichst vor Reiseantritt über die örtlichen Notrufnummern und speichern Sie wichtige Kontakte ab.
- Prüfen Sie die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Ihr Reiseland.
- Notieren Sie die lokale Nummer für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst.
- Speichern Sie Adresse und Telefonnummer Ihrer Unterkunft.
- Bei Reisen in Krisenregionen oder längeren Aufenthalten kann die Krisenvorsorgeliste ELEFAND sinnvoll sein.
Einfach, langsam und mit dem Standort beginnen
Auch wenn Sie die Landessprache nicht sprechen, können kurze und klare Angaben helfen. Verwenden Sie möglichst einfache Begriffe und nennen Sie den Standort zuerst.
- Sagen oder zeigen Sie den Namen des Ortes, der Straße, Unterkunft oder einer markanten Sehenswürdigkeit.
- Nutzen Sie einfache englische Begriffe, wenn möglich: fire, accident, injured, unconscious.
- Nennen Sie die Zahl der betroffenen Personen.
- Bleiben Sie am Telefon und folgen Sie den Fragen der Leitstelle.
- Bitten Sie, wenn gefahrlos möglich, Personal von Hotel, Campingplatz, Restaurant oder andere Ortskundige um Hilfe.
Der genaue Standort ist besonders wichtig
Bei einem Notruf im Ausland kann die genaue Ortsangabe schwierig sein. Bereiten Sie deshalb möglichst konkrete Informationen vor.
- Wo? Land, Ort, Straße, Hausnummer, Hotelname, Campingplatz, Autobahn oder Kilometerangabe.
- Was? Unfall, Feuer, medizinischer Notfall oder andere akute Gefahr.
- Wie viele? Zahl der Verletzten oder Betroffenen.
- Welche Gefahren? Feuer, Rauch, Verkehr, Wasser, Strom oder unbekannte Stoffe.
- Warten: Nicht vorschnell auflegen; Rückfragen beantworten.
Wie verhalte ich mich bei Brand oder Unfall im Tunnel?
Warnblinker einschalten, Abstand halten und Motor abstellen
- Schalten Sie den Warnblinker ein.
- Halten Sie ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.
- Stellen Sie bei längerem Stillstand den Motor ab.
- Bleiben Sie im Fahrzeug, solange keine andere Anweisung oder akute Gefahr besteht.
- Wenden oder rückwärtsfahren Sie niemals im Tunnel.
- Beachten Sie Lautsprecherdurchsagen, Wechselverkehrszeichen und Anweisungen des Tunnelpersonals.
Fahrzeug sichern und Notrufstation nutzen
- Warnblinker einschalten und Fahrzeug möglichst in einer Pannenbucht oder weit rechts abstellen.
- Motor ausschalten; Zündschlüssel beziehungsweise Fahrzeugschlüssel nach Möglichkeit im Fahrzeug belassen.
- Beim Verlassen des Fahrzeugs Warnweste tragen und auf den Verkehr achten.
- Nutzen Sie wenn möglich die Notrufstation im Tunnel. So kann Ihre Position direkt zugeordnet werden.
- Bei Verletzten Erste Hilfe leisten, soweit dies ohne Eigengefährdung möglich ist.
Menschenrettung und Eigenschutz gehen vor Löschversuchen
- Wenn das eigene Fahrzeug brennt und ein sicheres Herausfahren noch möglich ist, verlassen Sie den Tunnel.
- Ist dies nicht möglich: Fahrzeug möglichst rechts abstellen, Motor aus, Warnblinker an und Fahrzeug verlassen.
- Alarmieren Sie andere Personen und lösen Sie über die Notrufstation den Alarm aus.
- Folgen Sie der Beschilderung zum nächsten Notausgang und verlassen Sie den Rauchbereich schnell.
- Gehen Sie niemals zurück in den Rauch und unternehmen Sie keine Löschversuche bei Eigengefährdung.
- Ein vorhandener Feuerlöscher kommt nur bei einem kleinen Entstehungsbrand und ohne Eigengefährdung infrage.
Diese Zeichen helfen bei der Orientierung
Wie verhalte ich mich bei Schäden oder Brand?
Abstand halten und nichts selbst prüfen
Beschädigte Module, Leitungen, Steckverbindungen oder Bauteile können elektrische Gefahren verursachen. Auch äußerlich kleine Schäden sollten nicht selbst untersucht werden.
- Berühren Sie keine beschädigten Module, Leitungen oder herabgefallenen Anlagenteile.
- Betreten Sie beschädigte Dachflächen oder abgesperrte Bereiche nicht.
- Halten Sie andere Personen vom Gefahrenbereich fern.
- Bei Funken, Rauch, Brandgeruch oder akuter Gefahr: 112 rufen.
- Bei rein technischem Schaden ohne akute Gefahr: Anlage nicht selbst öffnen und einen qualifizierten Fachbetrieb verständigen.
Bereich verlassen, Abstand halten und 112 rufen
Rauchentwicklung, ungewöhnliche Geräusche, starke Erwärmung oder Feuer an Wechselrichter, Verkabelung oder Batteriespeicher sind ernst zu nehmen.
- Warnen Sie andere Personen und verlassen Sie den unmittelbaren Gefahrenbereich.
- Berühren oder öffnen Sie Wechselrichter, Speichergehäuse oder elektrische Verteilungen nicht.
- Versuchen Sie nicht, einen Batteriespeicher zu öffnen, zu bewegen oder zu zerlegen.
- Rufen Sie bei Rauchentwicklung oder Brand die 112.
- Informieren Sie die Einsatzkräfte, dass eine PV-Anlage und gegebenenfalls ein Batteriespeicher vorhanden sind.
Bei Lichteinfall erzeugen PV-Module weiterhin elektrische Spannung
Photovoltaikmodule erzeugen bei Lichteinfall Gleichstrom. Deshalb können Teile der Gleichstromseite einer Anlage auch dann noch unter Spannung stehen, wenn das Gebäude vom öffentlichen Stromnetz getrennt oder der Wechselrichter abgeschaltet wurde.
- Beschädigte Leitungen und Module niemals berühren.
- Keine Stecker trennen oder Abdeckungen öffnen.
- Keine beschädigten Module mit Planen oder Gegenständen abdecken, wenn dafür der Gefahrenbereich betreten werden müsste.
- Arbeiten an der Anlage ausschließlich durch qualifizierte Fachkräfte durchführen lassen.
Fehleranzeige ernst nehmen und Fachbetrieb kontaktieren
Eine Fehlermeldung, Abschaltung oder ungewöhnliche Anzeige ist nicht automatisch ein Notfall. Bei fehlender akuter Gefahr sollte die Anlage nicht eigenmächtig geöffnet oder repariert werden.
- Beachten Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers.
- Öffnen Sie keine elektrischen Gehäuse oder Batteriespeicher.
- Dokumentieren Sie Fehlermeldungen, ohne sich in einen Gefahrenbereich zu begeben.
- Kontaktieren Sie Installationsbetrieb, Hersteller-Service oder eine qualifizierte Elektrofachkraft.
- Bei Rauch, Funken, Brandgeruch, starker Erwärmung oder Feuer: Abstand halten und 112 rufen.
Was ist bei Wäschetrocknern und Elektrogeräten wichtig?
Gerät ausschalten und Ursache nicht ignorieren
Ungewöhnliche Hitze, verschmorter Geruch, Knistergeräusche oder wiederholt auslösende Sicherungen können auf einen Defekt hinweisen.
- Schalten Sie das Gerät aus.
- Ziehen Sie den Netzstecker nur, wenn dies gefahrlos möglich ist.
- Verwenden Sie ein auffälliges oder beschädigtes Gerät nicht weiter.
- Lassen Sie es durch einen Fachbetrieb prüfen.
- Bei Rauchentwicklung oder Brand: Bereich verlassen und 112 rufen.
Eigenschutz zuerst – Rauch nicht unterschätzen
- Warnen Sie andere Personen und bringen Sie sich in Sicherheit.
- Schließen Sie nach Möglichkeit die Tür zum Brandraum.
- Rufen Sie die Feuerwehr über 112.
- Unternehmen Sie einen Löschversuch nur bei einem kleinen Entstehungsbrand und nur ohne Eigengefährdung.
- Gehen Sie nicht in verrauchte Räume zurück.
Flusen entfernen und Luftwege freihalten
Flusen und Staub können sich im und am Gerät ablagern. Regelmäßige Reinigung und freie Luftwege sind deshalb besonders wichtig.
- Reinigen Sie das Flusensieb entsprechend der Herstellerangaben regelmäßig.
- Reinigen Sie, soweit vorgesehen, auch Kondensator oder Wärmetauscher nach Anleitung.
- Halten Sie Be- und Entlüftungsöffnungen frei.
- Halten Sie die Umgebung des Geräts sauber und frei von leicht brennbaren Gegenständen.
- Stellen Sie das Gerät nicht auf ungeeignete, staubende Untergründe.
- Beachten Sie immer die Bedienungsanleitung und Pflegehinweise des Herstellers.
Beschädigungen und Überlastung vermeiden
- Benutzen Sie Geräte nur bestimmungsgemäß und nach Herstellerangaben.
- Verwenden Sie beschädigte Kabel, Stecker oder Gehäuse nicht weiter.
- Decken Sie Lüftungsöffnungen nicht ab.
- Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche, Gerüche oder starke Erwärmung.
- Vermeiden Sie die Überlastung von Steckdosen und Mehrfachsteckdosen.
- Lassen Sie Reparaturen an elektrischen Geräten durch Fachkräfte durchführen.
Wie verhalte ich mich richtig?
Abstand halten und nicht in den Gefahrenbereich gehen
Bei einem Unfall mit Tankwagen, Gefahrgut-Lkw oder gekennzeichneten Behältern können gefährliche Stoffe austreten. Nähern Sie sich nicht, auch wenn zunächst keine sichtbare Gefahr erkennbar ist.
- Halten Sie großen Abstand und bleiben Sie möglichst auf der dem Wind zugewandten Seite.
- Berühren Sie keine ausgelaufenen Stoffe, Behälter oder Ladungsteile.
- Vermeiden Sie Zündquellen wie Rauchen, offenes Feuer oder unnötiges Starten von Motoren in unmittelbarer Nähe.
- Rufen Sie bei Unfall, Leckage, Rauchentwicklung oder akuter Gefahr die 112.
- Geben Sie Standort, Art des Fahrzeugs und sichtbare Kennzeichnungen nur aus sicherer Entfernung weiter.
Nicht berühren, nicht betreten und Bereich meiden
Eine unbekannte Flüssigkeit, ein Pulver oder beschädigte Behälter können eine Gefahr für Menschen und Umwelt darstellen.
- Halten Sie Abstand und sperren Sie den Bereich nicht selbst mit improvisierten Mitteln ab, wenn Sie sich dafür annähern müssten.
- Berühren, riechen oder probieren Sie den Stoff niemals.
- Laufen oder fahren Sie nicht durch ausgelaufene Flüssigkeiten.
- Warnen Sie andere Personen aus sicherer Entfernung.
- Bei akuter Gefahr, größerer Freisetzung oder unbekannter Lage: 112 rufen.
Gefahrenbereich verlassen und geschützten Ort aufsuchen
Unbekannte Dämpfe, Nebel oder ein auffälliger Geruch können auf freigesetzte chemische Stoffe hinweisen.
- Entfernen Sie sich zügig vom vermuteten Austrittsbereich und bringen Sie andere Personen mit.
- Gehen Sie nicht zur Ursache des Geruchs und suchen Sie nicht selbst nach einer Leckage.
- Wenn Behörden vor einer Gefahrstoffwolke warnen, suchen Sie ein Gebäude auf.
- Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen aus, wenn dies in der Warnmeldung empfohlen wird.
- Verfolgen Sie amtliche Warnmeldungen und beachten Sie die konkreten Anweisungen.
Warntafeln und Gefahrensymbole können wichtige Hinweise geben
Bei einem Gefahrgutunfall können Kennzeichnungen an Fahrzeugen, Tanks, Containern oder Behältern wichtige Hinweise liefern. Teilen Sie solche Angaben der Leitstelle mit – aber nur, wenn Sie sie aus sicherer Entfernung erkennen können.
Häufige Gefahrenpiktogramme
Warnmeldung lesen und konkrete Anweisungen befolgen
Bei einer Gefahrstofffreisetzung können Behörden über Sirenen, Cell Broadcast, Warn-Apps, Radio oder andere Kanäle warnen.
- Lesen oder hören Sie die Warnmeldung vollständig.
- Beachten Sie das betroffene Gebiet und die beschriebenen Schutzmaßnahmen.
- Suchen Sie bei entsprechender Aufforderung ein Gebäude auf.
- Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungsanlagen aus, wenn dies angeordnet oder empfohlen wird.
- Halten Sie Telefonleitungen für Notfälle frei und rufen Sie 112 nur bei akuter Gefahr oder einem echten Notfall.
- Warten Sie auf Entwarnung oder weitere amtliche Informationen.
Wie verhalte ich mich in einer schweren Krisen- oder Verteidigungslage?
Warnung vollständig lesen und Anweisungen befolgen
In einer schweren Krisen- oder Verteidigungslage können Warnungen über mehrere Kanäle verbreitet werden. Entscheidend ist, die konkrete Warnmeldung vollständig zu lesen oder anzuhören und die dort genannten Maßnahmen zu befolgen.
- Beachten Sie Sirenen, Cell Broadcast, Warn-App NINA, Radio und amtliche Mitteilungen.
- Prüfen Sie, welches Gebiet betroffen ist und welche Schutzmaßnahmen empfohlen oder angeordnet werden.
- Informieren Sie Menschen in Ihrer Nähe, die die Warnung möglicherweise nicht erhalten haben.
- Nutzen Sie nur verlässliche amtliche Informationsquellen und verbreiten Sie keine ungeprüften Meldungen weiter.
- Rufen Sie 112 oder 110 nur bei einem konkreten Notfall beziehungsweise einer akuten Gefahr.
Abstand zu Fenstern halten und einen geschützten Bereich aufsuchen
Bei Explosionen oder einer unmittelbaren äußeren Gefahrenlage kann ein innenliegender, geschützter Gebäudebereich Schutz bieten. Befolgen Sie die aktuelle Warnmeldung und örtliche Anweisungen.
- Halten Sie Abstand zu Fenstern, Glasflächen und Außenwänden.
- Suchen Sie möglichst einen innenliegenden Bereich oder tiefer gelegenen Gebäudeteil auf, sofern die Lage und die behördlichen Hinweise dies nahelegen.
- Benutzen Sie beschädigte Aufzüge nicht.
- Berühren Sie keine unbekannten Trümmer, Munition oder verdächtigen Gegenstände.
- Verlassen Sie einen geschützten Bereich nicht nur aus Neugier, sondern warten Sie auf weitere Informationen oder Entwarnung.
Auf Ausfälle von Strom, Wasser und Kommunikation vorbereitet sein
Schwere Krisen können die Versorgung und Kommunikation beeinträchtigen. Persönliche Vorsorge hilft dabei, die Zeit zu überbrücken, bis Hilfe und Versorgung wieder zuverlässig funktionieren.
- Halten Sie einen angemessenen Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln bereit.
- Denken Sie an persönliche Medikamente, Hygieneartikel und besondere Bedürfnisse von Kindern oder pflegebedürftigen Personen.
- Halten Sie Taschenlampen, Batterien, Powerbanks und ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio bereit.
- Bewahren Sie wichtige Dokumente und Kontaktdaten griffbereit auf.
- Sprechen Sie mit Angehörigen über Treffpunkte und Kontaktmöglichkeiten, falls Telefon- oder Datennetze ausfallen.
Anordnungen befolgen und vorbereitet das Gebäude verlassen
Wird eine Evakuierung angeordnet, beachten Sie die örtlichen Hinweise. Nehmen Sie nur das Notwendige mit und behindern Sie keine Rettungs- oder Einsatzmaßnahmen.
- Nehmen Sie persönliche Medikamente, Ausweisdokumente, Mobiltelefon und Ladegerät beziehungsweise Powerbank mit.
- Packen Sie Wasser, etwas Verpflegung, Kleidung und wichtige Hygieneartikel ein.
- Denken Sie an Hilfsmittel sowie den Bedarf von Kindern, älteren Menschen und Haustieren.
- Schalten Sie Geräte ab und schließen Sie Fenster und Türen, sofern dies gefahrlos möglich und mit den Anweisungen vereinbar ist.
- Nutzen Sie die angegebenen Wege und Sammelstellen und kehren Sie erst nach Freigabe zurück.
Helfen statt wegsehen
Anhalten, absichern und Hilfe organisieren
Wer einen Unfall beobachtet, sollte nicht einfach weiterfahren. Prüfen Sie zuerst, ob Sie gefahrlos helfen können, und verschaffen Sie sich einen Überblick.
- Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr und sichern Sie die Unfallstelle, soweit das gefahrlos möglich ist.
- Prüfen Sie, ob Personen verletzt sind, und leisten Sie Erste Hilfe.
- Rufen Sie bei Verletzten, Feuer oder akuter Gefahr die 112.
- Bleiben Sie als Zeuge vor Ort und geben Sie Ihre Beobachtungen sachlich weiter.
- Machen Sie keine Fotos oder Videos von Verletzten oder der Einsatzstelle.
Hinschauen, ansprechen und Hilfe holen
Wenn eine Person offensichtlich Hilfe benötigt, sprechen Sie sie an und prüfen Sie, ob sie reagieren kann.
- Fragen Sie ruhig und deutlich, ob Hilfe benötigt wird.
- Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, starken Blutungen oder anderen akuten Notfällen sofort 112 rufen.
- Leisten Sie Erste Hilfe im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.
- Bitten Sie andere Anwesende gezielt um Unterstützung, zum Beispiel: „Sie mit der blauen Jacke – rufen Sie bitte 112.“
- Bleiben Sie bei der Person, bis professionelle Hilfe übernimmt.
Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
Bei Gewalt oder einer akuten Bedrohung gilt: Eigenschutz zuerst. Greifen Sie nicht unüberlegt körperlich ein.
- Rufen Sie die Polizei unter 110.
- Bitten Sie andere Personen gezielt um Mithilfe.
- Beobachten Sie die Situation aus sicherer Entfernung und merken Sie sich auffällige Merkmale.
- Kümmern Sie sich um Betroffene, sobald dies gefahrlos möglich ist.
- Bleiben Sie als Zeuge verfügbar und schildern Sie Ihre Beobachtungen sachlich.
Beobachten, erinnern und aussagen
Gute Zeugeninformationen können für Polizei und Rettungskräfte sehr hilfreich sein. Bleiben Sie sachlich und beschreiben Sie nur, was Sie tatsächlich wahrgenommen haben.
- Merken Sie sich Ort, Zeit, Ablauf und besondere Merkmale.
- Bei Fahrzeugen können Kennzeichen, Farbe, Typ und Fluchtrichtung wichtig sein.
- Bei Personen helfen Kleidung, Größe, besondere Merkmale und Bewegungsrichtung.
- Bleiben Sie erreichbar und geben Sie Ihre Kontaktdaten an Polizei oder Einsatzkräfte weiter.
- Veröffentlichen Sie keine Bilder oder Spekulationen in sozialen Netzwerken.
Kind oder Tier allein im Fahrzeug
Situation prüfen und Hilfe organisieren
Ein abgestelltes Fahrzeug kann sich bei Wärme und Sonneneinstrahlung innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen. Besonders kleine Kinder sind dadurch schnell gefährdet.
- Prüfen Sie durch Ansprechen oder Klopfen an die Scheibe, ob das Kind reagiert.
- Behalten Sie das Kind ständig im Blick.
- Lassen Sie, wenn möglich, den Halter oder die Halterin ausrufen, ohne die Situation aus den Augen zu verlieren.
- Wenn niemand erreichbar ist oder sich der Zustand verschlechtert, rufen Sie 112 oder 110.
- Schildern Sie Standort, Fahrzeug und Zustand des Kindes möglichst genau.
Tier beobachten und Polizei verständigen
Auch bei bewölktem Himmel oder leicht geöffnetem Fenster kann sich ein Fahrzeug stark aufheizen. Tiere können dadurch in Lebensgefahr geraten.
- Prüfen Sie, ob das Tier reagiert, und beobachten Sie seinen Zustand.
- Suchen Sie im direkten Umfeld nach dem Halter oder lassen Sie das Kennzeichen ausrufen.
- Bleibt der Halter unauffindbar, verständigen Sie die Polizei unter 110.
- Bei Bewusstlosigkeit oder offensichtlich akuter Lebensgefahr rufen Sie 112.
- Bleiben Sie am Fahrzeug und melden Sie Veränderungen sofort.
Jetzt sofort Hilfe rufen
Wenn Kind oder Tier kaum reagiert, bewusstlos wirkt oder sich der Zustand schnell verschlechtert, besteht möglicherweise akute Lebensgefahr.
- Rufen Sie sofort 112.
- Geben Sie den genauen Standort und das Kennzeichen des Fahrzeugs durch.
- Beschreiben Sie den Zustand möglichst genau.
- Bleiben Sie am Telefon und folgen Sie den Anweisungen der Leitstelle.
- Bitten Sie andere Personen um Unterstützung und halten Sie den Zugang für Rettungskräfte frei.
Reaktion und Zustand regelmäßig prüfen
Die Gefahr hängt nicht nur von der Außentemperatur ab. Sonneneinstrahlung, fehlende Luftbewegung und die Dauer im Fahrzeug können die Situation schnell verschärfen.
- Reagiert die Person oder das Tier auf Ansprache oder Klopfen?
- Wirkt die Atmung auffällig, die Person apathisch oder benommen?
- Zeigt das Tier starkes Hecheln, Unruhe, Taumeln oder Erbrechen?
- Verschlechtert sich der Zustand sichtbar?
Welche Situation liegt vor?
Nur ausdrücklich freigegebene Eisflächen betreten
Eine geschlossene Eisdecke kann sicher wirken und trotzdem unterschiedlich dick oder instabil sein. Betreten Sie deshalb nur Eisflächen, die von der zuständigen Stelle ausdrücklich freigegeben wurden.
- Beachten Sie örtliche Warnungen, Sperrungen und Hinweisschilder.
- Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt auf zugefrorenen Gewässern spielen.
- Meiden Sie nicht freigegebene Seen, Teiche, Bäche und Flüsse.
- Schnee auf dem Eis kann gefährliche Stellen verdecken.
Flach hinlegen und auf demselben Weg zurück
Wenn das Eis knistert, knackt oder sichtbar nachgibt, verteilen Sie Ihr Gewicht sofort auf eine möglichst große Fläche.
- Legen Sie sich flach auf Bauch oder Rücken.
- Bewegen Sie sich vorsichtig und langsam auf dem gleichen Weg zurück Richtung Ufer.
- Nicht aufspringen und nicht hektisch laufen.
- Warnen Sie andere Personen und verlassen Sie den Gefahrenbereich.
Ruhe bewahren und Gewicht breit verteilen
- Rufen Sie laut um Hilfe und versuchen Sie, ruhig zu atmen.
- Breiten Sie die Arme auf der Eisfläche aus, damit Sie nicht weiter unter die Eiskante geraten.
- Brechen Sie loses, dünnes Eis vorsichtig bis zu einer tragfähigeren Kante weg.
- Versuchen Sie, sich flach auf die Eisfläche zu schieben oder zu rollen.
- Bewegen Sie sich anschließend flach in Richtung Ufer und möglichst auf dem Weg zurück, den Sie gekommen sind.
112 rufen und sich nicht selbst in Gefahr bringen
Ein ungesicherter Rettungsversuch kann dazu führen, dass weitere Personen einbrechen. Alarmieren Sie sofort die Feuerwehr und handeln Sie nur unter konsequentem Eigenschutz.
- Rufen Sie der Person zu, dass Hilfe unterwegs ist, und halten Sie Kontakt.
- Versuchen Sie möglichst vom sicheren Ufer aus zu helfen.
- Reichen oder werfen Sie einen langen Gegenstand oder ein geeignetes Rettungsmittel zu, zum Beispiel Ast, Stange, Leiter, Seil oder Rettungsring.
- Geben Sie nicht direkt die Hand, wenn Sie dadurch selbst ins Wasser gezogen werden könnten.
- Betreten Sie das unsichere Eis nicht ungesichert.
- Weisen Sie die Einsatzkräfte ein und halten Sie Zufahrten frei.













