Brennender Holzanbau

Gebäudebrand in der Nikolausstraße

Am Mittwoch, den 12. August 2026, wurden wir um 14:56 Uhr mit dem Stichwort „Brand 3“ in die Nikolausstraße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der einrückenden Einsatzkräfte zum Feuerwehrmagazin waren schwarze Rauchwolken über Dettingen sichtbar.

Nach dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge an der Einsatzstelle wurde die Lage auf Brand 4 erhöht. Zur Unterstützung wurden daraufhin ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Kirchheim unter Teck, ein weiteres Löschfahrzeug der Feuerwehr Owen, das Logistikfahrzeug der Feuerwehr Dettingen unter Teck, die DRK-Bereitschaft sowie weitere Rettungsdienstkräfte nachalarmiert.

Da sich das betroffene Gebäude in unmittelbarer Nähe zur Bahnstrecke befindet, wurde zunächst über die Integrierte Leitstelle Esslingen eine Streckensperrung über das Notfallmanagement der Deutschen Bahn veranlasst. Nach Rückmeldung über die erfolgte Streckensperrung konnte im weiteren Verlauf auch die Drehleiter der Feuerwehr Kirchheim unter Teck eingesetzt werden.

Glücklicherweise hatten alle Bewohner das Gebäude bereits verlassen. Sie wurden vor Ort durch die Polizei sowie den eintreffenden Rettungsdienst betreut. Eine Person zog sich beim Verlassen des Gebäudes Verletzungen zu.

Bei der ersten Erkundung wurde ein Vollbrand eines rückwärtigen Holzanbaus festgestellt. Die teils mehrere Meter hohen Flammen hatten bereits thermisch auf den hinteren Dachbereich eingewirkt. Im Bereich des Holzanbaus befanden sich zudem zwei 11-kg-Gasflaschen, die durch die eingesetzten Trupps kontrolliert und vorsorglich gekühlt wurden.

Das Feuer befand sich überwiegend außerhalb des Gebäudes, hatte jedoch teilweise auf den rückwärtigen Dachbereich übergegriffen. Mit mehreren Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz wurde umgehend der Löschangriff eingeleitet. Parallel dazu wurden sämtliche Wohnungen nochmals kontrolliert.

Über die Drehleiter wurde von außen die Dachhaut geöffnet, um dort vorhandene Brandnester gezielt ablöschen zu können. Im Innenbereich wurde die Dachkonstruktion gekühlt und ebenfalls auf Brandnester kontrolliert.

Noch während der laufenden Nachlöscharbeiten wurden die Bewohner vorsorglich durch die Feuerwehr in die Schlossberghalle gebracht. Dort wurden sie weiterhin durch den Rettungsdienst kontrolliert und durch den Bereitschaftsdienst betreut.

Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde das Gebäude belüftet. Geringe Mengen Löschwasser, die in Kellerräume eingedrungen waren, wurden mit Wassersaugern aufgenommen und entfernt. Anschließend erfolgte eine abschließende Kontrolle mit der Wärmebildkamera.

Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Zudem wird geprüft, welche Wohnungen aufgrund notwendiger Brandsanierungsmaßnahmen vorerst nicht genutzt werden können und welche Bereiche wieder freigegeben werden können. Bis zur Klärung konnte über die Gemeindeverwaltung kurzfristig eine Unterbringung in einem Hotel organisiert werden.

Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde das Gebäude an den Eigentümer übergeben. Eine am Abend durchgeführte Brandnachschau verlief ohne weitere Feststellungen.

Alarmierung:BR04Datum:12.08.2026
Einsatzart:GroßbrandUhrzeit:14:56 Uhr
Einstufung:Brand 4Dauer:3:34
Anzahl Fahrzeuge:10Anzahl Einsatzkräfte:40
Diesen Beitrag teilen:

Beliebte Kategorien und Beiträge