Gemeinsam stark für den Ernstfall

Gemeinsame Hauptübung auf dem Lauterhof in Owen

Brand in einer Verpackungsanlage, mehrere vermisste Personen und eine Löschwasserversorgung über rund 820 Meter: Bei einer gemeinsamen Hauptübung am Samstag, 24. Oktober 2026, trainierten die Feuerwehren Owen, Dettingen unter Teck, Lenningen und Kirchheim unter Teck zusammen mit der Drohneneinheit Teck und der DRK-Bereitschaft Lenninger Tal den Ernstfall.

Auf dem Gelände des Lauterhofs Munk in Owen wurde ein Brand im Bereich der Verpackungsanlage angenommen. Mehrere Mitarbeiter galten als vermisst und mussten durch die Einsatzkräfte aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Die Übung begann um 15 Uhr und stellte die beteiligten Feuerwehren vor verschiedene taktische und organisatorische Herausforderungen.

Menschenrettung und Brandbekämpfung unter Atemschutz

Die Feuerwehr Owen übernahm den Löschangriff im Erdgeschoss der Produktionsanlage. Unter Atemschutz gingen die Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung und zur Suche nach den vermissten Mitarbeitern vor.

Parallel dazu war die Feuerwehr Dettingen unter Teck im Dachbereich des Gebäudes eingesetzt. Mehrere Atemschutztrupps führten dort einen Löschangriff durch und übernahmen die Menschenrettung.

Die unterschiedlichen Einsatzabschnitte erforderten eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Feuerwehren.

Löschwasserversorgung über rund 820 Meter

Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Die Feuerwehr Lenningen errichtete eine Löschwasserversorgung von einer Entnahmestelle an der Lauter im Bereich des Sportplatzes bis zu einem Wasserbassin.

Von dort wurde ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Kirchheim unter Teck, Abteilung Stadtmitte, mit Wasser versorgt.

Die Kirchheimer Einsatzkräfte übernahmen außerdem eine Riegelstellung zwischen der Produktionsanlage und dem angrenzenden Hühnerstall, um eine mögliche Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Drohneneinheit Teck unterstützt Einsatzleitung und informiert Besucher

Die Drohneneinheit Teck unterstützte die Übung mit mehreren Aufgaben aus der Luft.

Bereits beim Aufbau der Löschwasserversorgung wurde die rund 820 Meter lange Strecke zwischen der Wasserentnahmestelle und dem Wasserbassin mithilfe der Drohne vermessen.

Während der Übung lieferte die Drohne ein aktuelles Luftlagebild der Einsatzstelle. Über einen Livestream standen die Bilder auch der Einsatzleitung zur Verfügung. Dadurch konnte das Einsatzgeschehen aus der Vogelperspektive verfolgt und die Lageübersicht unterstützt werden.

Ein besonderes Angebot gab es auch für die Besucher: Auf dem Übungsgelände waren unter Zelten mehrere Bildschirme aufgestellt, auf denen das Livebild der eingesetzten Drohne übertragen wurde. So konnten die Zuschauer die Übung nicht nur direkt vor Ort, sondern auch aus der Luft mitverfolgen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Kontrolle der thermischen Entwicklung im Bereich der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Produktionshalle. Mithilfe der Wärmebildkamera konnten die entsprechenden Dachbereiche aus der Luft überprüft werden.

Zusätzlich übernahm die Drohneneinheit die Dokumentation des Übungsverlaufs.

DRK übernimmt Versorgung und Betreuung

Die DRK-Bereitschaft Lenninger Tal war ebenfalls in das Übungsgeschehen eingebunden. Ihre Aufgabe bestand in der medizinischen Versorgung der verletzten Personen sowie deren Betreuung.

Damit wurde neben der feuerwehrtechnischen Zusammenarbeit auch das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst geübt.

Positive Bilanz bei der anschließenden Übungsbesprechung

Nach Abschluss der Hauptübung trafen sich die beteiligten Einsatzkräfte im Feuerwehrmagazin Owen zur gemeinsamen Nachbesprechung.

Im Rahmen der Manöverkritik wurde der Übungsverlauf nochmals betrachtet. Dabei gab es großes Lob für die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten sowie für die Organisation und den Ablauf der Übung.

Auch Bürgermeisterin Grötzinger würdigte das Engagement der Einsatzkräfte und lobte die gelungene Durchführung der gemeinsamen Hauptübung.

Ein besonderer Dank galt der Familie Munk, die ihr Betriebsgelände für die Übung zur Verfügung gestellt hatte und auch bei der anschließenden Zusammenkunft im Feuerwehrmagazin anwesend war.

Gemeinsam stark für den Ernstfall

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eine gut funktionierende Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg ist. Gerade bei größeren Schadenslagen müssen Menschenrettung, Brandbekämpfung, Wasserversorgung, Einsatzleitung und medizinische Versorgung zuverlässig ineinandergreifen.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu machen. Für die Bewirtung sorgte die Jugendfeuerwehr.

Ein herzlicher Dank gilt der Feuerwehr Owen für die Organisation und Vorbereitung der Hauptübung, der Familie Munk für die Bereitstellung des Übungsgeländes sowie allen beteiligten Einsatzkräften und Helfern für die hervorragende Zusammenarbeit.

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