Aktuelles

Hauptversammlung der Dettinger Feuerwehr

Am vergangenen Samstag hatte die Freiwillige Feuerwehr Dettingen/Teck ihre diesjährige Hauptversammlung in der Schloßberghalle. Neben den üblichen Regularien und den einzelnen Berichten zum abgelaufenen Jahr 2021 gab es auch Ehrungen für langjährigen Feuerwehrdienst und Beförderungen.

Kommandant Jürgen Holder begrüßte Bürgermeister Rainer Haußmann, Herrn Frick von der Gemeindeverwaltung und Frau Ulrike Schweizer vom Gemeinderat und die fast vollzählig erschienene Gesamtfeuerwehr (Jugend, Einsatzabteilung und Altersgruppe). In seinem Rückblick „Was war vor 10 Jahren“ wurde von Walter Wanner an das Jahr 2012 erinnert und dazu auch ein Film mit Feuerwehr-Begebenheiten aus diesem Jahr gezeigt. Danach folgten die einzelnen Berichte.

Zu 40 Einsätzen wurde die Feuerwehr im abgelaufenen Jahr alarmiert, so Kommandant Jürgen Holder in seinem Bericht. Das Spektrum reichte dabei von mehreren Brandmeldealarmen in örtlichen Firmen, Einsätzen bei Starkregen und Hagel, insbesondere auch nach dem Unwetter in Kirchheim, Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und mehreren Türöffnungen. Ein Schwerpunkt bei der Ausbildung waren die Übungen und Abstimmungen mit den anderen beteiligten Wehren bei möglichen Einsätzen im Albvorlandtunnel. Im Herbst wird es eine großangelegte Übung aller beteiligten Feuerwehren am Albvorlandtunnel geben. Bedauert wurde, daß auf Grund der pandemiebedingten Einschränkungen auf kameradschaftliche Veranstaltungen und Feste komplett verzichtet werden musste. Die Einsatzbereitschaft sei auch während der Pandemie immer gewährleistet gewesen, so der Kommandant in seinen Ausführungen.

Schriftführer Jonas Holder berichtete kurz von den Ausschusssitzungen. Er konnte eine Mannschaftsstärke von momentan 67 Personen in der Einsatzabteilung, 19 Jugendlichen und 16 Personen in der Altersgruppe nennen.

Jugendwart Volker Diez berichtete von den Aktivitäten der Jugendlichen im abgelaufenen Jahr und ging insbesondere auch auf den vor wenigen Wochen stattgefundenen Kreisjugendfeuerwehrtag in Dettingen ein, welcher ein großer Erfolg war und wo erstmals auch der neue Festplatz genutzt werden konnte.

Kassier Michael Leins gab über die Entwicklung der Finanzen der Kameradschaftskasse Informationen und wurde auf Antrag der Kassenprüfer Otto König und Walter Wanner einstimmig entlastet.

Bürgermeister Haußmann nahm auch die Entlastung von Kommando und Ausschuß vor, welche ebenfalls einstimmig erfolgte. In seinen Ausführungen ging der Bürgermeister nochmals auch auf den Großbrand in einem Mehrfamilienhaus auf dem Guckenrain am 29.04.2022 ein und bedankte sich nochmals bei den Einsatzkräften. Auch die Mischung zwischen Alt und Jung in der Feuerwehr sehe er positiv, jetzt sei schon die nächste Generation in Bereitschaft.

Für 20 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurden Stefanie Patzelt und Isabell Holder und für 25 Jahre Feuerwehrdienst Philipp Wohlfarth und Markus Kaufmann geehrt. 30 Jahre ist Sven Sieger im Feuerwehrdienst und Rainer Sommer konnte für 40 Jahre Feuerwehrdienst geehrt werden. 50 Jahre sind Otto König und Walter Wanner im Dienst der Dettinger Feuerwehr.

Beförderungen gab es auch: Moritz Nast, Matej Babic, Jannis Eder, Joshua Schweizer und Moritz Dilger wurden in die aktive Wehr übernommen und zu Feuerwehrmännern. Sebastian Ruoff wurde Oberfeuerwehrmann, Stefanie Patzelt wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Markus Kaufmann zum Oberlöschmeister befördert.

Rainer Holder berichtete zum Abschluß noch von den Aktivitäten der „Oldtimergruppe“ und der stellvertretende Kommandant, Florian Imrich, bedankte sich bei Kommandant Jürgen Holder für sein überaus großes Engagement für die Feuerwehr und die Bevölkerung.

Kreisjugendfeuerwehrtag und Kreispokalwettbewerb

Am Wochenende des 06. und 07. Mai 2022 fand in Dettingen unter Teck der 30. Kreisjugendfeuerwehrtag statt.

Am Freitag konnten wir dazu 150 Gäste in der Schloßberghalle zur Hauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr begrüßen. Am Samstag fand auf dem Festplatz der Kreispokalwettbewerb statt.

Insgesamt 46 Mannschaften nahmen in 2 Altersklassen an dem Wettbewerb teil. Die Dettinger Jugendfeuerwehr stellte pro Altersklasse eine Mannschaft und konnte jeweils mit tollen Platzierungen glänzen. Bei den 10- bis 14-jährigen, belegten wir unter 31 Teams den 2. Platz. In der Altersklasse 15 bis 18 Jahre belegten wir den 4. Platz. Hier nahmen 15 Mannschaften teil. Wir gratulieren unserer Jugendabteilung zu diesen hervorragenden Ergebnissen.

Insgesamt konnten wir an diesem Tag 500 Besucher auf unserem idyllisch, am Fuße der Teck gelegenen Festplatz, willkommen heißen. Bei strahlendem Sonnenschein war diese eine rundum gelungene Veranstaltung. Die Jugendfeuerwehr Dankt allen Helfern, der Werner Schaufler GmbH sowie der Firma Dietz-Motoren GmbH für die Unterstützung.

Neues LF 20 der FF Dettingen

Nach etwas Verzögerungszeit u.a. auch Corona bedingt, war es am Dienstag, den 02. März 2021 soweit. Das neue LF20 wurde von der bayrischen Fa. Lentner nach Dettingen unter Teck überführt. Hier auf dem Bild ist vorne das neue Feuerwehrfahrzeug LF20 dargestellt. Im Hintergrund ist das aktuelle LF16-TS zu sehen, welches dann durch das neue Fahrzeug ersetzt wird.

Jetzt geht es im ersten Schritt darum, dass sich die Feuerwehr Frauen und Männer mit dem neuen LF20 vertraut machen.

Aufbau und Ausstattung des LF 20

Bereits bei Beginn der Beschaffungsmaßnahme im Jahr 2018 war den Verantwortlichen klar, dass bei der Beschaffung ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit des Fahrzeuges bzw. der Einsatzkräfte zu legen ist. So ist das allradfähige Fahrzeug nicht nur mit Schleuderketten, sondern auch mit Sperren für die Räder ausgestattet, welche verhindern, dass die angetrieben Räder durchdrehen können. Durch das Allison Automatikgetriebe kann sich der Fahrer bei einer Einsatzfahrt komplett auf den Straßenverkehr konzentrieren, ein lästiges Schalten entfällt. Insgesamt 300 PS bringen das knapp 16 Tonnen schwere Löschfahrzeug auf eine max. Geschwindigkeit von 100km/h. Natürlich entspricht das Fahrzeug dabei der neuesten Abgasnorm Euro 6. 

Das bei der Firma Lentner in Hohenlinden aufgebaute Fahrzeug der neuen Baureihe Auxilium, musste in der Höhe geringfügig angepasst werden, damit es in das Feuerwehrhaus der FF Dettingen passt. Auch die Farbe wurde der aktuellen Zeit angepasst statt dem alten Feuerwehrrot RAL 3000 wurde das Fahrzeug im frischen modernen Verkehrsrot RAL 3020 lackiert. Eine Heckwarneinrichtung sichert das Fahrzeug auf der Straße zusätzlich ab.

Die weitere Ausstattung wurde unter dem Aspekt der Sicherheit beschafft. So hat das Fahrzeug eine helle 360° LED Umfeld Beleuchtung welche das Fahrzeug mit der Geräteraumbeleuchtung in der Nacht taghell erleuchtet. LED Leuchten an den Auftritten und der Unterbodenbeleuchtung erhöht die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen zusätzlich. Im Stand und während der langsam Fahrt kann durch den Fahrer über ein 360° Kamerasystem die Umgebung des Fahrzeugs genau beobachtet werden. Dies unterstützt den Fahrer in engen und teils zugeparkten Straßen.

 

 

Das Leiterentnahmesystem für die Schiebe- und Steckleiter macht das Klettern des Maschinisten auf das Fahrzeugdach unnötig und verhindert, dass dieser abstürzen kann. Auf das Lardis One Funksystem kann die Feuerwehrleitstelle die Einsatzadresse direkt aufspielen, dieses wird über das eingebaute Navigationssystem dem Fahrer noch vor dem Verlassen des Feuerwehrhauses angezeigt. Selbstverständlich funkt dieses Fahrzeug digital.

Über die Feuerlöschkreiselpumpe kann das Wasser aus dem 2000 Liter fassenden Tank abgegeben werden. Das eingebaute Schaumzumischsystem erlaubt das Erzeugen von Wasser mit Netzmittel oder einem Schaumangriff. Der Notstromerzeuger versorgt den pneumatischen Lichtmast, welcher auf eine Höhe von ca. 7m ausgefahren werden kann. Die 6 LED Lichtmodule können einzeln geschaltet und geschwenkt werden. Zwei Lichtmodule werden zudem direkt von der Fahrzeuglichtmaschine mit 24 Volt gespeist. Insgesamt 6 Halterungen für Dräger Atemschutzgeräte mit Einflaschensystem und integriertem Bodyguard sind im Mannschaftraum verlastet. Zusammen mit der Flir Wärmebildkamera bilden sie das Grundgerüst für eine erfolgreiche Brandbekämpfung. Mit dem Nebellöschsystem Fog Nail können Brände in verschlossenen Bereichen bekämpft werden.

Nach dem Einsatz kann die verschmutzte Einsatzkleidung noch an der Einsatzstelle gegen saubere Ersatzkleidung getauscht werden. Dies verhindert das Verschleppen gefährlicher und teils krebserregender Stoffe von der Einsatzstelle in das Feuerwehrauto oder das Feuerwehrhaus.

Weitere Ausrüstungsgegenstände wie eine Korbtrage, ein Spineboard, die Atemschutznotfalltasche oder der Notfallrucksack unterstützen bei der Rettung von verletzen Personen. Ein Sprungretter aus dem TLF 16 wird auf dem LF 20 neu untergebracht. Ein Schlammsauger sowie zwei Chiemsee Hochwasserpumpen können bei einem Wasserschaden eingesetzt werden und perfektionieren das neue Löschfahrzeug LF 20.